Unser Fenster in die Ukraine: Vier Jahre Krieg – Medien im Exil

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00:00:10: Heute ist der erachtungszwanzigste Februar, der letzte Tag des Monats und das bedeutet dass wir im Podcast Freirede der Tatspanta Stiftung sprechen.

00:00:20: Wir blicken dorthin wo der Zugang zur Information immer schwieriger wird.

00:00:25: Heute öffnen wir das Fenster in die Ukraine.

00:00:29: mein Name ist Tigran Petrosian und ich leite die Osteuropa Projekte der Stiftungen.

00:00:36: Vier Jahre Krieg in der Ukraine Ein Krieg, der am fünfundzwanzigster Februar, zwei Tausend zwanzig mit voller Wucht begann und seitdem Europa verändert hat.

00:00:48: Kann ein solcher Krieg plötzlich enden und erwartet wie er vor vier Jahren begonnen hat?

00:00:54: Diese Frage habe ich meinen heutigen Gästen tatsächlich nicht gestellt – vielleicht weil die Realität längst komplexer ist als jede einfache Antwort!

00:01:05: In diesem Podcast geben wir regelmäßig Exil-Stimmenraum.

00:01:09: Stimmen von Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten – auch ukrainische Journalistinnen und Journalisten, die aus den Besitzenregionen im Oster des Landes geflohen sind.

00:01:21: Heute spreche ich mit Oxana Pogachova und Jaroslav Halchenko, die heute in Riga leben und arbeiten.

00:01:29: Die Herausforderung aus dem Exiljournalistisch tätig zu sein ist groß!

00:01:34: Und aus dem Baltikum betrachtet wird diese Krieg noch einmal anders.

00:01:39: Dusterra vielleicht?

00:01:40: Realistischer, die Angst vor dem Nachbar Russland ist ja spürbar.

00:01:45: Darüber sprechen wir in dieser Folge.

00:01:57: Oksana Guten Tag!

00:01:59: Vier Jahre Krieg.

00:02:00: Welche Bilanz können Sie heute ziehen?

00:02:03: Wie hat sich in dieser Zeit die militärische, politische und gesellschaftliche Situation

00:02:07: verändert?".

00:02:15: Zum jetzigen Zeitpunkt hat der Krieg einen regelrechten Marathon-Charakter angenommen.

00:02:20: So würde ich es zumindest nennen.

00:02:22: Und obwohl das für die Ukraine sehr schwer ist, sind sie dennoch immer anschlossene weiter zu kämpfen – trotz allem!

00:02:29: Politisch bleibt die Ukraine weiterhin von ihrem Partnern abhängig.

00:02:32: Wir sind bereit, selbst weiter zu kämpfen aber wir sind uns bewusst dass wir in vielerlei Hinsicht ein abhängiges Land sind auch wenn wir unsere militärische industriellen Komplexen weiterentwickeln.

00:02:43: Vor einiger Zeit organisierten NATO-Staaten eine militärischen Ausbildungsübung und luden zehn Ukrainerinnen zur Teilnahme ein.

00:02:50: Dabei zeigte sich das ukrainische Soldaten in realem Kampf Erfahrungen den NATO Militärs inzwischen überlegen sind.

00:02:58: Das sollte für Europa und die NATO ein Signal sein, sich weiterzuentwickeln und vorbereitet zu sein.

00:03:04: Ich möchte keine düsteren Prognosen abgeben aber man muss stets vorbereitet sein.

00:03:16: Sie leben in Riga im Baltikum.

00:03:18: Sehen sie eine reale Gefahr, dass sich der Krieg auf die baltischen Staaten oder andere Teile Europas ausweiten könnte?

00:03:27: Wie wahrscheinlich ist ein solches Szenario?

00:03:37: Diese Wahrscheinlichkeit besteht weiterhin – es gibt derzeit keine klaren Anzeichen, Pro.

00:03:44: russische Akteure, auch ehemalige Meinungsführer im Baltikum sind teilweise nach Russland gezogen und verbreiten weiterhin Narrative, wonach mit den baltischen Staaten etwas geschehen müsse.

00:03:56: Ähnliche Aussagen kamen wiederholt auf von russischen Offiziellen und Propagandisten wie Maria Sakharova oder Vladimir Solovyov.

00:04:04: Die Rhetorik ähnelt stark derjenigen die vor dem Angriff auf die Ukraine verwendet wurde.

00:04:09: Wenn man es spiegelbildlich betrachtet lassen sich viele Parallelen erkennen Und ich erinnere mich sehr gut daran, wie es vor dem Krieg gegen die Ukraine klang.

00:04:25: Welche Erwartungen verbinden Sie mit möglichen Vermittlungsinitiativen

00:04:33: DOSA?

00:04:35: In der Ukraine herrscht großes Skepsis gegenüber solchen Verhandlungen.

00:04:40: Wenn die USA einen klaren entschlossenen Schritt hätten gehen wollen, hätten sie es längst tun können.

00:04:45: Donald Trump versprach eines den Krieg innerhalb eines Tages zu beenden doch Zeit war genug vorhanden um zumindest teilweise Ergebnisse zu erzielen.

00:04:54: Es gibt waffenlieferung.

00:04:55: ja Europa unterstützt die Ukraine finanziell.

00:04:58: dafür sind wir dankbar aber es hätte mehr getan werden können.

00:05:07: Oksana, glauben Sie dass die USA das nicht wollen oder nicht können?

00:05:12: Oder beides zusammen.

00:05:17: Ich denke es existiert weiterhin eine Angst vor einer Eskalation, vor allem von nuklearen Drohmen Russlands.

00:05:24: Hinzu kommen wirtschaftliche und geopolitische Interessen.

00:05:29: Leider erscheint Gerechtigkeit in der Weltpolitik nicht mehr oberste Priorität zu haben.

00:05:33: Heute entscheiden oft Geld, politische Interessen und strategische Vorteile – das ist bitter, denn von einem gerechten Ende des Krieges spricht inzwischen kaum noch jemand!

00:05:48: Vielen Dank, Oksana.

00:05:49: Ich würde heute auch gern über den Journalismus sprechen – insbesondere über Journalistinnen und Journalisten die nicht mehr in ihrem Heimatland leben und arbeiten.

00:05:59: Auch sie haben die Ukraine verlassen und leben derzeit im Ex-Dil bzw.

00:06:04: Immigration in Lettland, in Riga da Teile der Ostukraine besetzt sind oder weiterhin gefährlich bleiben darunter auch ihre Heimatregion.

00:06:14: Wie schwer ist Ihnen damals die Entscheidung gefallen, die Ukraine zu verlassen?

00:06:26: Ich habe einen kleinen Sohn.

00:06:27: Damals war er dreieinhalb Jahre alt.

00:06:29: Deshalb musste ich ausreisen – es war keine freie Entscheidung!

00:06:33: Schon seit den Beginn der sogenannten Anti-Terror-Operation war ich ehrenamtlich aktiv und unterstützte mit anderen Freiwilligen die Frontregion.

00:06:43: Ich komme aus Pavlograd, einer Stadt nahe der Region Donetsk.

00:06:47: Durch unsere Stadt führte die Hauptstraße Richtung Front.

00:06:51: Wir brachten alles was erlaubt war von Socken bis zu Fernglesern.

00:06:55: ich denke ohne meinen kleinen Sohn wäre ich vielleicht geblieben und hätte weitergeholfen aber die Angst um mein Kind war zu groß.

00:07:02: Es war sogar schwer eine offene Brücke zu überqueren.

00:07:05: man war von allen Seiten sichtbar.

00:07:07: es war schlicht angst.

00:07:14: Fühlen Sie sich heute sicher?

00:07:19: Ja, im militärischen Sinne fühle ich mich sicher.

00:07:22: Ich habe mich an die ständigen Flugbewegungen gewöhnt – sowohl militärische als auch zivile Maschinen!

00:07:28: Doch die Möglichkeit einer Eskalation ist immer im Hinterkopf.

00:07:31: Jeder Plan, jeder Schritt wird mit dem Gedanken getroffen, dass sich die Lage jederzeit ändern kann.

00:07:37: Langfristige Projekte planen nicht kaum — ich weiß nicht was morgen sein wird.

00:07:47: Als Journalistin oder Journalist im eigenen Beruf weiterzuarbeiten, ist im Exil ebenfalls sehr schwierig.

00:07:54: Ich habe mit einem Kollegen gesprochen, der viele Jahre in Riga als Journalist tätig war – inzwischen aber nicht mehr in diesem Beruf arbeiten kann.

00:08:06: In

00:08:16: Mai dieses Jahres werden es vier Jahre sein seit meine Frau und ich in Riga lebten.

00:08:20: Doch ein Gefühl von Ruhe und Stabilität hat sich bis heute nicht eingestellt.

00:08:25: Ja, das stimmt!

00:08:26: Hier gibt es keine Angriffe – ich meine russische Beschüsse.

00:08:30: Und dennoch ist Russland ganz in der Nähe.

00:08:32: Deshalb kann man nicht wirklich ruhig leben.

00:08:36: Obwohl wir uns in dieser Zeit eingelebt und angepasst haben fühlen wir uns weiterhin unsicher.

00:08:43: Ich würde nicht sagen, dass wir zuversichtlich in die Zukunft blicken.

00:08:46: Es bleibt immer dieses Gefühl der Ungewissheit weil wir nicht wissen wie es weitergehen wird ob wir hier bleiben in ein anderes Land auswandern oder vielleicht in die Ukraine zurückkehren müssen.

00:08:57: Wir

00:08:57: wissen das nicht.

00:08:58: Deshalb haben wir all die vergangenen Jahre sozusagen von Tag zu Tag gelebt und tun es noch immer!

00:09:05: Wir denken über die Zukunft nach soweit das überhaupt möglich ist.

00:09:10: Jaroslav

00:09:11: war nicht einfach, für sie die Region Luhansk zu verlassen.

00:09:14: Können Sie bitte darüber erzählen?

00:09:17: Denn das war keine gewöhnliche Ausreise.

00:09:24: Den Beginn des großen Angriffskrieges erlebte ich in der Region Lohansk, wo ich als Journalist tätig war.

00:09:30: Als unsere Region besetzt wurde, war mir sofort klar, dass für mich und meine Kollegen aufgrund unserer beruflichen Tätigkeit eine unmittelbare Gefahr bestand.

00:09:40: Später erhielten wir die Bestätigung, das sich die Spezialdienste der sogenannten Lohansker Volksrepublik für uns interessierten.

00:09:48: Diese Information wurde uns von einer Kollegin übermittelt.

00:09:51: Mir war klar, daß ich nicht entweder verstecken oder die Regionen verlassen musste.

00:09:57: Ursprünglich plante ich zu meiner Schwester zu fahren in die Stadt Nipro die auf ukrainisch kontrollierten Gebiet liegt, durchwartete zu lange.

00:10:06: Mitte April und Anfang Mai wurde bereits entlang der gesamten Frontlinie in der Region Luchansk gekämpft.

00:10:12: Deshalb war es mir nicht mehr möglich direkt in das von der Ukraine kontrollierte Gebiet auszuweisen.

00:10:18: Ich musste über Russland fliehen.

00:10:20: ich reiste mit einem privaten Transportunternehmen.

00:10:23: Zunächst fuhren wir nach Moskau wo ich einige Zeit bei Freunden blieb.

00:10:28: Anschließend setzte ich meine Reise nach Riga fort.

00:10:31: Natürlich war die Ausreise alles andere als einfach.

00:10:34: Ich geriet in eine sogenannte Filtration.

00:10:38: An der Grenze wurde ich vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB für acht bis neun Stunden festgehalten.

00:10:44: In diesem Moment dachte ich, dass sich wahrscheinlich nicht weiter reisen dürfte.

00:10:49: Ich wurde verhört – selbstverständlich verschwieg ich, das ich Journalist war!

00:10:53: Auch sagte ich nicht, dass ich zu Freunden fahren oder weiter nach Europa reisen wollte.

00:10:58: Stattdessen erklärte dass ich zu Verwandten unterwegs sei.

00:11:02: Dennoch verdächtigten sie mich der Lüge und hielt mich deshalb zunächst fest, wie durch ein Wunder wurde ich dann aber nach acht Stunden freigelassen.

00:11:10: Rückblickend denke ich, dass Sie einfach andere Personen fanden die für Sie interessanter schienen.

00:11:16: Von Moskau aus reiste ich mit einem Kleinbus weiter nach Riga.

00:11:20: Damals war das noch möglich.

00:11:22: heute wäre eine solche Reise kaum noch vorstellbar.

00:11:25: Seit dem elften Mai, zwei tausend zwanzwanzig lebe ich in Lettland

00:11:34: Jaroslav, wir haben uns vor einigen Jahren kennengelernt als die Tatspanta-Stiftung in Riga einen Workshop für Exiljournalisten organisiert hat.

00:11:43: Auch Sie haben damals daran teilgenommen.

00:11:46: Vor Kurzem haben sie mir erzählt, dass sie inzwischen nicht mehr in Ihrem Beruf arbeiten.

00:11:51: Leider ist es das zu viele Journalistinnen im Exil eine große Herausforderung.

00:11:55: Womit beschäftigen Sie sich derzeit?

00:12:02: Ich habe seit August, im Journalismus gearbeitet.

00:12:06: Meine berufliche Tätigkeit musste ich jedoch zwangsläufig pausieren.

00:12:10: Bis zum Sommer, war ich also insgesamt fast fünf Jahre journalistisch tätig.

00:12:17: Als ich nach Lettland ausgereist bin, habe ich zunächst weiter als unabhängiger Journalist gearbeitet.

00:12:22: Außerdem unterstützte ich weiterhin meine Redaktion in Starobilsk, in der Ukraine.

00:12:27: Von Riga aus arbeiteten wir noch bis März, und weiter.

00:12:33: Zusätzlich kooperierte ich mit lättischen Medien, schrieb Artikel für sie, drehte Beiträge und arbeitete als Kameramann unter anderem für die Deutsche Welle oder Radio Liberty.

00:12:45: Im März , startete ich mithilfe von Fördergeldern meinen eigenen Podcast.

00:12:51: Er heißt Kroniken der Besatzung und war im Grunde meine letzte feste journalistische Tätigkeit.

00:12:58: Dank verschiedener bewilligter Förderanträge konnte ich das Projekt etwa ein Jahr lang weiterentwickeln, doch mit dem Amtsantritt von Donald Trump kam es zur erheblichen Kürzung der US-amerikanischen Unterstützung vor unabhängige Organisationen die Journalisten, Redaktionen und andere Initiativen fördern – insbesondere bei USAID!

00:13:20: Damit änderte sich die Situation deutlich.

00:13:22: Auch ich war davon betroffen.

00:13:25: Ich bemerkte, dass meine Förderanträge immer häufiger abgelehnt wurden.

00:13:29: Schließlich erhielt ich keine weitere Finanzierung mehr um das Projekt vorzuführen.

00:13:34: Ich lebe in einem anderen Land muss Miete zahlen und für meine Familie sorgen.

00:13:38: Wir müssten schließlich auch wissen wovon wir heute Abend leben.

00:13:42: Deswegen war gezwungen mir eine andere Arbeit zu suchen.

00:13:46: Ich habe in Riga eine Stelle in einer Bar gefunden.

00:13:49: Es ist überwiegend Nachtarbeit, meist drei oder vier Nachtschichten nach zwei oder drei Tage frei.

00:13:56: Anfangs dachte ich, ich würde nebenbei genug Kraft finden um den Podcast mit eigener Finanzierung weiterzuführen.

00:14:02: Doch die Nachtarbeit hat mich körperlich und mental völlig erschöpft.

00:14:07: Mir fehlen inzwischen die Energie und die Ressourcen um dem Podcast vorzusetzen.

00:14:12: Aus

00:14:12: diesem Grund habe ich den Journalismus vorerst aufgegeben.

00:14:15: Ich hoffe nur für rübergehend, ich hoffe weiterhin dass sich die Situation ändern wird und nicht meine Fähigkeiten wieder sinnvoll einsetzen kann.

00:14:24: Ich habe viele Erfahrungen gesammelt und ich glaube das diese nicht unbedeutend ist aber im Moment ist die Lage so wie sie ist.

00:14:35: Danke,

00:14:39: Jaroslav.

00:14:40: Ich wünsche Ihnen viel Glück und hoffentlich bis bald!

00:14:49: Wie ist Ihre Situation, Oksana?

00:14:51: Deshalb frage ich, wie ist es Ihnen gelungen im Exil beziehungsweise in der Emigration weiterhin journalistisch tätig zu sein?

00:14:58: Sie arbeiten als ukrainischer Journalistin und schreiben unter anderem politischen Medien.

00:15:04: Können Sie darüber berichten, wie schafft man es Journalisten zu bleiben und wie ist ihnen das gelungen?

00:15:13: Ich habe bewusst ein Land gewählt, in dem ich sprachlich sofort arbeiten konnte.

00:15:18: Ich habe das Ziel Baltikum ausgesucht, denn hier kann ich – wenn nicht auf Ukraine – dann auf Russisch Arbeit finden.

00:15:25: Als Ukrainerin hatte ich von Anfang an großes Vertrauen und Unterstützung.

00:15:29: Ich arbeite seit den ersten Monaten meines Aufenthalts als Journalistin in

00:15:33: Lettland.".

00:15:40: Wenn man zum Beispiel belarussische Geflüchtete betrachtet, auch Kolleginnen und Kollegen aus dem Journalismus dann haben viele von ihnen große Probleme.

00:15:49: Ähnliches gilt für russische Journalisten im Exil.

00:15:53: Oft fällt der Pass einen gültige Aufenthaltsstatus oder ein Visum.

00:15:58: das erschwert es ihnen erheblich zu arbeiten und ihr Leben zu organisieren.

00:16:02: habe ich es richtig verstanden, dass die Situation für Ukraineren anders ist.

00:16:07: Dass der ukrainische Pass zumindest so etwas wie ein grünes Licht bedeutet also die Möglichkeit relativ schnell zu arbeiten und sich zu integrieren ohne sie ständig um den Offenthalstatus Sorgen zu müssen?

00:16:24: Der ukrainische Pass, also die Tatsache dass man Staatsbürgerin der Ukraine ist öffnet im positiven konstruktiven Sinne tatsächlich viele Türen.

00:16:33: Wir UkrainerInnen können hier grundsätzlich dieselben staatlichen Leistungen in Anspruch nehmen wie die Einwohnerinnen Lettlands sowohl Bürger als auch Nicht-Bürgerinnen.

00:16:41: wir haben Zugang zu Arbeit Bildung Gesundheitsversorgung Im Wesentlichen zu denselben Rechten wie die lettische Bevölkerung.

00:16:50: Kinder besuchen Schulen, Kindergärten und Universitäten.

00:16:53: auch soziale Leistungen stehen UkrainerInnen offen in derselben Form wie der einheimischen Bevölkerung.

00:17:00: Natürlich lernen wir lettisch und ich arbeite weiter daran mich sprachlich zu integrieren.

00:17:09: Der russische Sprache bleibt für sie ein Arbeitsinstrument.

00:17:13: Ist das für Sie eher ein praktischer oder ethischer Frage?

00:17:23: Beides!

00:17:24: Es ist ein Arbeitsinstrument, um Menschen zu erreichen und die Informationen auf Russisch konsumieren.

00:17:29: Vielleicht kann man Zweifel sehen, vielleicht Perspektiven verändern... Als ich nach Lettland kam habe mich vor allem an der Sprache orientiert.

00:17:37: Für mich war wichtig, in ein Land zu gehen indem ich sprachlich sofort arbeiten konnte.

00:17:42: Genauer gesagt indem ich sofort schreiben konnte auf Russisch.

00:17:46: Natürlich gibt es innere Widersprüche besonders für patriotische Ukrainerinnen im Ausland aber ich lerne auch lättisch.

00:17:53: meine Kindersprechung ist bereits sehr gut.

00:17:56: Meine Artikel erscheinen auf ukrainisch russisch englisch und lettisch.

00:18:00: Es geht darum die Wahrheit über die Ukraine möglichst breit zugänglich zu machen.

00:18:09: Vielen Dank!

00:18:09: Ich habe noch eine letzte Frage, die ich allen mein gestern stelle wenn wir auf die kommende Pläne schauen.

00:18:16: Was steht in Ihrem Kalender?

00:18:18: gibt es etwas Konkretes, das im März für Sie besonders wichtig ist?

00:18:31: Ich möchte mich bei Ihnen für diese Idee bedanken.

00:18:33: Jetzt weiß ich, welche letzte Frage ich künftig auch meinen eigenen Gästen im Interview stellen werde.

00:18:38: Das ist ein so schöner präzise Abschluss gerade weil man im Moment kaum über große langfristige Pläne sprechen kann.

00:18:46: Was den März betrifft Im März beginnt der Frühling!

00:18:49: Ich werde überlegen was sich in diesem Jahr pflanzen möchte um später ernten zu können.

00:18:53: Außerdem werde ich weiter Lette schlernen und auch Englisch.

00:18:57: Ich werde

00:19:04: auch mit meinen Verwaltungen auf die Erinnerung machen.

00:19:06: Das ist so ein Problem.

00:19:07: Vielen Dank für das Gespräch und Wiedersehen!

00:19:10: Tschüss!

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