Unser Fenster nach Russland: Kaffee in der Hand, Imperien im Kopf

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00:00:09: Heute ist reißigste April Ende des Monats und das heißt, dass wir in Podcast freie Rede sprechen.

00:00:17: Hallo und herzlich willkommen!

00:00:19: Wir sind beim TATZ LAB dieses Jahr auch.

00:00:23: Mein Name ist Tigram Petrosian.

00:00:25: Ich leite die Osteuropa-Projekte der TATS PANTA Stiftung Und heute beim Live-Podcast reden wir über Imperialismus und Decolonialismus im postsovetischen Raum und vor allem es geht um die Länder wie die Ukraine, Georgien und Republik Moldau.

00:00:47: Meine Gäste sind drei Journalistinnen beziehungsweise mit Journalismus Hintergrund Und die kenne ich schon seit Langen.

00:00:58: Ich begrüße herzlich Mila Kotlenjau.

00:01:02: Sie ist Freie Journalistin und Projekt Managerin.

00:01:06: Hallo Mila

00:01:07: Hi

00:01:08: Mila ist lebt in Berlin.

00:01:11: Sie berichtet über Moldauischen Themen für europäische Medien und arbeitet bei N-Ost am Aufbau transnationaler Redaktionsstrukturen.

00:01:21: Zuvor leitet sie die Medienkompetenzprojekte bei Deutsche Wähler Akademie in Moldow.

00:01:28: Ich grüße auch Anastasia Rodin, Hallo Anastasia!

00:01:32: Hallo!

00:01:33: Sie ist Journalistin Doktorantin Lebt auch in Berlin, sie schreibt unter anderem für die TATS und forscht an der Humboldt-Universität zu den Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Demokratie in der Ukraine.

00:01:48: Ihr Schwerpunkt liegt auf Osteuropa und deutsch-Ukrainischen Beziehungen Und ich grüße auch Tamuna Iluridze.

00:01:56: Hallo Tamuna

00:01:57: Guten Morgen.

00:01:58: Sie ist Journalistin und politische Bildnerin in Berlin.

00:02:02: Sie arbeitet frei beruflich Unterrichtet politische Bildung an Schulen in Berlin und engagiert sich im zivilgesellschaftlichen Initiativen für Demokratie, Aufklärung und internationales Solidarität.

00:02:15: Im Fokus auf Georgien- und Osteuropa kann man oft auf der Straße bei Demonstrationen auch auf die Demos begegnen.

00:02:23: Und jetzt möchte ich euch fragen, ich habe auch geschrieben Kaffe an der Hand und Imperium im Kopf.

00:02:30: Wir haben kein Kaffee, Naste hat gesagt, Kaffees bereits weg bleibt nur Imperium?

00:02:36: Ist es deine erste Gedanke, Naster wenn du morgen aufgestanden bist

00:02:40: bzw.,

00:02:42: wenn du sagst die Kolonialisierung ist noch nicht passiert in deinem Alltag, woran denkst du?

00:02:48: Ich denke eigentlich an vielen Sachen ganz ehrlich zu sein.

00:02:52: Aber gerade heute Morgen habe ich wieder, leider über Russland erst gedacht.

00:02:58: Weil als ich wach, habe ich wie immer jeden Tag die Nachrichten gelesen und in der Nacht gab es einen neuen massiven Drohnen- und Trakettenamdritt auf die Ukraine.

00:03:14: Bezüglich Deine Frage habe ich wieder Kiev gelesen, also diese Schreibweise aus den russischen Sprachen der Hauptstadt der Ukraine.

00:03:24: Nicht Kiev sondern Kiev und ich bewundere mich jedes Mal wenn ich so etwas lese.

00:03:31: es wurde so viele journalistische aber auch wissenschaftliche Arbeiten geschrieben darüber Referaten auf die Konferenzen gehalten.

00:03:39: Also wirklich vieles wurde gemacht, damit man endlich versteht, dass es gibt zwei Varianten aus dem russischen Sprachen und auch aus der ukrainischen.

00:03:52: Der Duden hat diese offiziell anerkannt.

00:03:55: Die Botschaft Deutschlands in der Ukraine hat das auch.

00:03:59: als offiziell genannt.

00:04:00: Trotzdem, ich glaube die Journalistinnen und Journalisten aus dem ersten Hand, dass wir versuchen immer die Sachen einfacher zu machen und so möglich verkutzen aber manchmal an einigen Stellen diese Vereinfachung verhindern.

00:04:19: der Verständnis der Realität.

00:04:21: in diesem Fall ist es auch sehr wichtig zum Beispiel auch Ukrainekrieg.

00:04:25: Ja, ich verstehe.

00:04:26: Es ist viel kürzer zu schreiben und zu sagen und man direkt versteht was wird gemeint aber nicht immer Russlands Krieg gegen die Ukraine.

00:04:36: das ist den Kontext.

00:04:37: der muss eigentlich sehr direkt kommuniziert und nicht für einfach dargestellt.

00:04:45: also wie du siehst ich habe wirklich viele Gedanken darüber gemacht auch heute Nacht weil Jeden Tag sterben die Menschen in der Ukraine und das ist nicht einfach so, dass es ein Staat gegen anderen kämpft.

00:05:01: Es ist viel tiefer und natürlich hat direkten Bezug zum unseren heutigen Thema.

00:05:06: Genau was du gesagt hast, Menschen sterben jeden Tag.

00:05:09: und wer heute in Berlin reden über Decolonialisierung?

00:05:13: Wann hat Deutschland über Dekolonialisierung geredet?

00:05:16: Und vielleicht das ist auch jetzt ein bisschen frech von meiner Seite, dass ich jetzt Anastasia an gelernt habe in dem Fall.

00:05:22: Weil es geht um Krieg aktuell die Menschen sterben und ich möchte über Decolonialisierung sprechen.

00:05:28: aber das hab' ich extra gemacht um genau uns verstehen weil mit dem Krieg hängen auch viele Zusammenhänge zum Beispiel wie Decolonalisierung in Moldau oder in Georgien oder in anderen Ländern passiert.

00:05:42: Genau!

00:05:42: Es steht im Fokus mit dem Krieg in der Ukraine.

00:05:47: Aber jetzt kurz auch zu Mila und Tamuna, wenn ihr denkt im alltaglichen Leben weil ihr wohnt ja auch in Berlin trotzdem ihr seid ständig in eurem Heimatländer oder Herkunftsländern was ist die erste Gedanke über?

00:06:01: man sagt Decolonialisierung?

00:06:03: Was soll passieren oder...

00:06:06: Ja also ich würde sagen das.

00:06:10: Ich war letzte Woche bei Perugio Journalism Festival und das war meine Alltag, letzte fünf Tage.

00:06:16: Und es war unglaublich schön!

00:06:18: Aber gleichzeitig habe ich gemerkt dass zum Glück Decolonisierung fängt langsam an im Sinne von.

00:06:25: Es gab viele Panels wo Georgie über ihre Resilienz in autoritarischen Stadt geredet haben, wo Moldauer über Hybrid Warfare und ihrer Erfahrung darüber erzählt haben.

00:06:39: Und ich glaube jetzt können wir sehen – Ukraine natürlich, Kiev Independent und alle anderen Medien erzählen wie sie überhaupt in diesen Bedingungen arbeiten können.

00:06:51: Das zeigt das Wissenspirale jetzt eigentlich anders!

00:06:57: Also es ist nicht immer okay, wir sind dieser Osteuropa.

00:07:01: Wir müssen immer was nachholen von Westen also bessere Schüler werden noch etwas lernen von denen sondern jetzt wie können in bestimmten Sachen in bestimmte Aspekten auch unser Wissentransfer an Westen geben?

00:07:16: weil ja wir sind oft so Versuchskaninchen in vielen Phänomen sei es, ich weiß nicht, Hassrede oder Fake News und so weiter und so fort.

00:07:27: Deswegen, ich glaube langsam ist dieser Prozess schon gestartet in European Public Sphere um das so zu nennen aber der Weg ist noch sehr lang.

00:07:39: Ich kann das gut verstehen nachvollziehen Aber trotzdem geht es um erstmal die erste Phase.

00:07:45: wenn du gesagt hast Westen hört erstmal, was die Osteuropäer sagen.

00:07:51: Wir sind auch hier heute zum Beispiel ich komme aus Armenien und ihr also vier Länder präsentieren.

00:07:57: das bedeutet erst mal zu hören.

00:07:59: Die Frage ist ob man im besten das wahr nimmt ernst nimmt.

00:08:03: Und jetzt kommt die nächste frage bis realisiert Ob wenn aus oesteuropa beziehungsweise aus Moldau oder Georgien Man warnt Was Putin macht oder was Russland macht, was wäre erste Schritt?

00:08:16: Oder aus Baltikum ob in Deutschland das ernst nimmt und sagt okay dann machen wir genau so wie die Osteuropäer uns sagen.

00:08:23: Ich glaube wir sind ein bisschen weit von diesem Schritt.

00:08:26: Tamuna was meinst du?

00:08:29: Danke.

00:08:29: erstmal, möchte ich meine Solidarität für georgische Gefängnisse politischer Gefängnisse in Georgien aussprechen.

00:08:38: Wenn wir über Kolonialismus reden und russische Spuren in Georgianen das ist ein Zeichen dass ganz viele politische Gefangene seit zwei Jahren in Georgians sind und mehr als sogar pro Kopf in Russland und das zeigt mir dass wir noch nicht weit von Russland sind Andersrum leider.

00:08:57: Um die Frage zu beantworten, ich stelle jeden Morgen vor auf und bereite mich vor für die Schule und höre euch die ganze Zeit Nachrichten aus der ganzen Welt.

00:09:07: Diese Spuren sind immer noch auf allen Kontinenten also nicht nur in Osteuropa oder Westeuropa generell.

00:09:15: um genau deine Frage zu Beantworten ob westliche Länder... Westen und Nord-Osteuropa.

00:09:22: Seit Angriff auf Ukraine, seit dem Krieg in der Ukraine, genau also ich habe das Gefühl es ist in diesem Hinsicht sozusagen besser geworden intensiver geworden.

00:09:34: aber ich sehe immer noch oder ich hohe immer noch die Stimmen bei verschiedenen Veranstaltungen persönlich treffen von Personen, die auch unterwegs mit Medien sind oder auch nicht, die das alles nicht richtig nachvollziehen können.

00:09:50: Sie reden immer noch über ... Diplomatie, Versuche und so weiter und sofort.

00:09:55: Und manchmal sehe ich so mit diesem Gesicht also manchmal ist das nicht realistisch, dass alles richtig zuzuhören oder darauf Antwort zu geben weil manchmal habe ich das Gefühl ich wiederholen mich genau.

00:10:09: aber im Grunde also allgemein kann ich sagen das ist besser geworden und man sieht auch in die Schritte was Westeuropa für sozusagen für Unterstützung aus der Europa macht.

00:10:21: Wenn wir ganz konkret reden, decolonialisiert euch.

00:10:24: was bedeutet?

00:10:26: Decolonialisieren.

00:10:28: Das ist ein aktives Schritt und Anastasia Rodi hat das bereits getan weil sie heißt jetzt Anastasja Rodi.

00:10:37: früher hieß sie Anastasiya Maga Sova.

00:10:40: Ihre Texte in der Tat wenn man googelt erscheint auch unter den Namen Anastacia Maga sova Und die letzte Jahre, nach dem Angriffskrieg in den Jahr zweiundzwanzig, Anastasia hat ihr Name geändert und sie heißt Anastasja Rodi.

00:10:55: Hast du dich decolonialisiert?

00:10:58: Ja wie gesagt Naming Matters.

00:11:01: So habe ich das mir auch diesen aktiven Schrift untergenommen.

00:11:06: Das ist eine sehr komplexe Decolonisierung, meine persönliche Decolonnisierung Geschichte.

00:11:11: aber ich versuche das so wie gesagt für reinfacht und verkutzt.

00:11:15: Magas war, ich habe mich sozialisiert und auch meine journalistische Karriere aufgebaut mit diesem Nachnamen.

00:11:22: Das ist der Nachname meines Ex-Mannes.

00:11:25: Interessanterweise wurde er im russischen Reich rusifiziert oder seine Familie hat datarische Wurzel und eigentlich sollte der Nachnamer sein Magas.

00:11:40: Aber wurde diesen rusifizierten Suffix oft?

00:11:44: Ergänzten diesen Nachnamen, weil eigentlich sollten gleich aussehen und ausgesprochen werden.

00:11:52: Damals wurde so gemacht und viele ukrainische Nachnahmen wurden auch kolonisiert, weil zum Beispiel auf dem ukrainischen es gibt Kowal aber wurde Kovalov gemacht Damit alle sind mehr oder weniger als ein Volk aussehen.

00:12:07: Ich glaube in Moldau und Georgien, man kann das auch nachvollziehen.

00:12:11: jetzt diese Ova ist mehr oder Weniger verbreitet in der Ukraine aber dass es nicht ursprünglich Ukraine ist.

00:12:17: Und ja ich habe wirklich nach der entweder uns getrennt haben habe diesen Nachnamen behalten weil ich habe schon meinen Namen gemacht wurde sozusagen.

00:12:29: Aber im letzten Jahr hat mir in diesem politischen und historischen Kontext diesen Nachnamen so gestört, dass ich diesen Schritt genommen habe.

00:12:38: In der Ukraine nach dem Rekman darf sein Nachname- und Sogarnamen ernten wenn man Zeit und Wunsch hat.

00:12:49: Und ich habe alle Kräfte zusammengenommen und diesen Nachname geerntet.

00:12:53: Ich habe meinen Geburtsnamen zurückgenommen aber auch ohne diese Over-Suffix.

00:13:00: So ist vier Buchstaben geworden, Rodi.

00:13:03: Und ja das klingt auch nicht ukrainisch.

00:13:06: aber ich wollte einfach zeigen dass eigentlich alles matters heutzutage und ich habe sehr bewusst diese Entscheidung getroffen.

00:13:16: wenn man hat den Namen es ist sehr kompliziert zu kommunizieren warum du heißt jetzt Anders?

00:13:23: Viele Menschen haben mich gratuliert mit dem Heirat.

00:13:26: Das ist nicht die Ursache, aber ich bin sehr dankbar dass du mich das gefragt hast weil es ist immer sehr kompliziert alle diese meine Gedanken zu erklären.

00:13:39: noch eine wichtige Einzelhalt des Nachnamen meines Vaters der gestorben während in der Kooperation der Krim wo ich ursprünglich komme.

00:13:52: Also das ist auch ein der einzelnen Verbindungen mit meiner Familie auf der Krim.

00:13:58: Danke, danke Nastia für diese Story und Erklärung!

00:14:04: Und heute in diesem Zeit möchte ich auch ganz deutlich machen dass es gibt große Unterschiede wie Russland als Kolonialmacht wahrgenommen wird einzelnen Ländern.

00:14:17: Es ist nicht nur so, wenn wir denken Putin ist böse, Kreml macht das ganze alles und in Osteuropa ob es Georgienist oder Armeni oder Ukrainer oder Kirgistan, Zentralasen Kasachstan... Nein!

00:14:29: Es gibt unterschiedliche Kontexte und vielleicht versuchen wir kurz diese Unterschiede jetzt Präsenz zu machen.

00:14:36: Mila was ist denn in Moldau und Tamuna in Georgien?

00:14:40: Was sind die unterschiedlichen Besonderheiten?

00:14:42: Es geht nicht nur um Politik sondern bzw auch Aus dem Alltag, Familie auch Fernsehen und Schule.

00:14:49: Genau wie wird dieses Kolonialmacht wahrgenommen in Moldau heute?

00:14:54: Ja also ich glaube die Wahrnehmung ist nicht nur rein politisch.

00:14:59: wir wissen das ab dem vierundzwanzigsten Februar Leute die Mehrheit eine klare Position hat.

00:15:05: aber ich glaube Die Wahrnehnung ist auch so biografisch Das heißt jeder geht auch durch sein eigenes Leben.

00:15:13: Und es gab früher in neunzig Jahren, in nachtziger Jahre sehr viele Leute die in Russland gelebt haben ihre Familien dort hatten.

00:15:20: Dort gearbeitet haben.

00:15:22: damals gab's diese Chance nach andere Länder irgendwie zu gehen.

00:15:27: Gabs dir einfach nicht!

00:15:29: Deswegen ist auch sehr vereinfacht zu vergessen dass Leute zuerst ihre eigene Gefühle erfahrungen und was sie im Leben noch bis zweiundzwanzig gemacht haben zu vergessen und ich glaube viele hängen noch darauf.

00:15:45: Und dazu muss man noch sagen, dass in Moldau waren die Kräfte einmal Teil des Rumänisches Reichs, einmal Türkische Reich danach wieder Russische.

00:15:58: also das superklein Territorium mit sehr kleine Bevölkerung wurde in so vielen Teilen einfach Gezehrt.

00:16:08: ja und natürlich das hat dann ein, dass lässt einen Zeichen auf wie Leute die Realität wahrnehmen.

00:16:17: Natürlich werden sie weiter russische Medien gucken.

00:16:19: jetzt ist es nicht mehr der Fall.

00:16:21: ich glaube seit Ende zweiundzwanzig.

00:16:24: Die Mehrheit der russischen Kanälen sind in Moldau blockiert.

00:16:29: Sie haben ihre Lizenzen verloren

00:16:31: aber

00:16:32: Ihr könnt euch vorstellen, dass die Leute, die tatsächlich früher russische Medien konsumiert haben, sie werden immer den Weg finden online.

00:16:41: Ich weiß nicht wie aber Sie werden weiter das konsumieren weil sie bis jetzt gemacht haben.

00:16:45: also diese Gewohnheit zu ändern ist sehr sehr komplexe Sache.

00:16:51: Aber genau wenn man verbietet genau diese Menschen aus nur aus diesem Grund Weil sie lebenslang daran gewöhnt sind Russische Kanäle zu konsumierend und das war auch quasi die beste Kanäle als der heimische, also und dann immer wieder kommt zu Propaganda.

00:17:07: Um die Leute sind einfach daran gewohnt wenn es heißt Fernsehen zu schauen bedeutet Russische Fernsehens zu schauen jahrelang gegangen leben und jetzt man verbietet einfach sagt man nein.

00:17:18: und ist es eine richtige Instrument?

00:17:21: Es reicht auf jeden Fall nicht.

00:17:23: das ist einer von Tools, die die Regierung benutzt

00:17:27: hat.

00:17:28: Aber wie du früher erwähnt hast zum Beispiel Medienkompetenz das man eigentlich kaltblütig auf Infos guckt und denkt okay wessen Perspektive ist jetzt da dargestellt?

00:17:41: Ist es dass Leute versuchen mich zu beeinflussen oder ist die Information mehr oder weniger objektiv?

00:17:51: Ich glaube, Medienkompetenz ist auch jetzt langsam mit unser Alltag gekommen.

00:17:55: Aber dadurch kann man eher mit jüngeren Generationen arbeiten und über ältere.

00:18:01: es ist sehr schwierig noch etwas zu ändern.

00:18:05: ihrer Denkweise Blickwinkel Ja, es ist einfach ein Kampf der Generationen jetzt.

00:18:11: Ich will noch bei Moldau bleiben und Maja Sandhu die Präsidentin ist bekannt für Europa.

00:18:20: Sie macht alles damit Moldow in die EU beitritt.

00:18:26: aber zuletzt hat sie auch gesagt dass sie auch bereit ist das Moldao Hauptsache raus aus dem russischer Einfluss mit Rumänien, also unter rumänische Kontrolle kommt und zusammen mit Rumänen anschließt gibt ihre Unabhängigkeit.

00:18:42: Du kannst mich noch korrigieren ob ich richtig verstanden habe.

00:18:45: Also das heißt Hauptsache weg von Russland.

00:18:48: wir sind auch bereit mit Rumädieneinstatt zu sein und damit wir schneller in die EU kommen.

00:18:54: Wenn wir über Decolonialisierung reden, aber das bedeutet auch nicht!

00:18:58: Das bedeutet nur einfach Machtwechsel ist es doch egal ob Moldau unter Russische Reich, Sowjetunion oder jetzt Russland funktioniert?

00:19:08: Oder jetzt auch Rumänien.

00:19:10: also genau was ist dein Kommentar und wie ist die Reaktion überhaupt?

00:19:15: begrüßen die Leute in Moldao diese Aussage?

00:19:21: Dieser Aussage hat sehr viel Geräusch gemacht, mediales Geräusche.

00:19:26: Viele haben darauf reagiert und wie du dir vorstellen kannst die Reaktionen waren auch geteilt.

00:19:32: das heißt einige haben gesagt okay sie will jetzt unsere Souveränität einfach aufgeben.

00:19:41: Unsere Unabhängigkeit seit mehr als dreißig Jahren war nur eine Übergangsphase, was soll das sein?

00:19:47: In diesem Sinne ist es tatsächlich keine Decolonisierung sondern Machtwechsel.

00:19:52: Aber ich glaube dass ihre Aussage war kein Call to Action so zu sagen und eher einer Vorwarnung Ausdruck von dieser Müdigkeit und unserer komplette Unbereitschaft, was nach Februar zweiundzwanzig auch für das kleine Land wie Moldau bedeutet hat.

00:20:14: Wir hatten nie früher so eine Welle von Flüchtlingen bekommen!

00:20:18: Wie waren früher immer neutrales Land?

00:20:21: Das heißt unser Armee ist gar nicht vorbereitet.

00:20:25: wir können kein einziger Tag gegen jemandem kämpfen und ich glaube diese Aussage kam als so ein Aufrufzeichen im Sinne von unserer Sicherheit ist so fragil, dass jetzt es zu dem Moment gekommen ist, dass sie schon alle mögliche Signale schickt.

00:20:46: Aber nicht auf keinen Fall ein Call to Referendum oder dass wir uns plötzlich zur Rumänien anschließen?

00:20:54: Vielleicht?

00:20:55: das ist nur eine prüfende Frage und vielleicht kommt das hoffentlich

00:21:00: nicht!

00:21:01: Danke, Tamuna.

00:21:03: Du hast auch erwähnt das.

00:21:04: jetzt gibt es mehr politische Gefangene und wir haben bei der Tatzpantastiftung Journalisten die nehmen an einem Projekteil heißt Krieg und Frieden ein Tagebuch wo die osteuropäische Journalisten aus ihren Ländern Tagebücher schreiben und aus Georgien haben wir diesen Tagebuch, wo mehr politisch gefangene gibt's in Georgien als Russland.

00:21:27: kann man das vorstellen?

00:21:28: du hast darüber gesprochen.

00:21:30: Immer wieder gibt es neue scharfe Gesetze.

00:21:35: Ich rede zum Beispiel über diesen ausländische Agenten, über die Medienkompetenz zu kehlen und über den LGBTQ.

00:21:41: Aber es gibt noch eine neue Gesetzer wo man draußen so grantlos also diese Gesetzen die Forderungen von Ausland bekommt.

00:21:52: aber es gibt auch genug Leute in Georgien die georgische regierende Partei unterstützen.

00:22:01: Also man kann auch nicht weggehen davon und sagen, ja da sind Russen.

00:22:06: Nein!

00:22:06: Da sind die Georgie auch und sind einverstanden mit ihren heutigen Regionen zu leben.

00:22:12: Genug für was?

00:22:14: Also was ist genug?

00:22:16: Okay, genug... dann kann ich mich formulieren.

00:22:19: Genuch bedeutet es gibt's auch Menschen wenn ich das genugwort rausnehme.

00:22:25: Es gibt´s auch einen Teil von der Gesellschaft, vor allem auch in den Provinzen aber auch in der Hauptstadt die damit leben können.

00:22:35: Die Gründe sind anders.

00:22:36: es kann auch Angst sein Es kann auch nicht ein Arbeit zu verlieren.

00:22:41: Aber trotzdem was gibt's Menschen?

00:22:44: Was macht

00:22:44: man?

00:22:46: Da kann ich zustimmen.

00:22:47: und das sind natürlich die Menschen die aktuelle Regierung gewählt haben.

00:22:53: Wie ehrlich ist die Weile?

00:22:54: Das ist die Frage.

00:22:55: also Wir sind seit paar Jahren nach dem Krieg sozusagen in der nicht direkte Besetzung von Russland.

00:23:05: Die Regierung profitiert und tendiert ganz deutlich zu Russland, aber es gibt auch Nachfragen die über achtzig Prozent des Bevölkerungs ist für Erobeitritt und NATO-Beitritt.

00:23:20: Und die Menschen, die diese Regierung gewählt haben, sie waren natürlich ein Teil davon ehrlich.

00:23:27: Die wirklich ganz dort glauben dass Russland für uns was Gutes bringen konnte aus wirtschaftlichen Gründen weil sie so groß geworden sind und ich rede meistens Die Generation von meinen Großaltern zum Beispiel.

00:23:40: Aber die anderen, wie du auch erwähnt hast unter Drungen und unter Angst... Auch die Regierung hat das geschafft, die Stimme zu kaufen.

00:23:48: also Armut ist in Georgien so groß dass man auch die Stimmen einfach kaufen kann.

00:23:54: Also kaufen wortwörtlich Sie geben das Geld um die Stimme zu bekommen.

00:24:00: Und da komme ich zum Thema Medienkompetenz auch Meinungsfreiheit, viele Menschen, was heißt auch Fehler ist das bisschen.

00:24:08: Also die Menschen, die das machen haben auch nicht so viel Wissen davon dass sie nicht kontrolliert werden.

00:24:14: also diese wenn die Wellen das kann man nicht nachprüfen ob sie gewählt haben und da haben Sie Angst und da leben unter dieser Propaganda was auch ganz doll von Russland kommt.

00:24:28: Ich habe in den letzten Jahren und Monaten Intervenz geforscht, die diese Propaganda- und Spuren in Georgien.

00:24:36: Das ist ganz toll verbreitet.

00:24:39: Wir haben auch über Fernsehen geredet.

00:24:42: Fernsehen ist kein aktuelles Thema mehr, sondern soziale Medien, wo man ganz viel dieser Propagandasport und dadurch sind die Weller beeinflusst.

00:24:51: Aber wie gesagt, die Mehrheit der Menschen gehen auf die Straße um eigene... Freiheit, Meinungsfreiheit zu kämpfen und für Menschenrechte zu kämpfen.

00:25:04: Danke dir Tamuna!

00:25:06: Ich möchte jetzt Anastasia Frage stellen und nicht was in der Ukraine passiert.

00:25:12: sie schreibt genug und wir berichten auch genug darüber und das ist so klar was in die Ukraine jetzt passiert.

00:25:19: ich möchte etwas ganz anderes fragen zum Thema.

00:25:23: Du berichtest seit Jahren über die Ukraine.

00:25:27: Und wir sagen Angriffskrieg gemeint es jetzt, aber Angriffskriegt hat mit Donbass angefangen und dann mit

00:25:34: Alexion

00:25:35: de Grim.

00:25:36: Genau!

00:25:37: Und gab es eine Situation in der ein deutsche Redakteur oder deutsche Redaktörin deine Geschichte neutral machen wollte?

00:25:47: Weil du Ukrainerin bist und schreibst über Ukraina?

00:25:51: Das reproduziert imperiale Narrative sozusagen und umgekehrt wurde der schon vorgeworfen, zu klar gegen russische Narrative zu schreiben.

00:26:00: Also das ist zu hart.

00:26:01: du musst ein bisschen dich stabilisieren.

00:26:04: Das ist eine sehr schwierige Frage, aber nicht darf.

00:26:07: ich wollte zwei Sätze zur Decolonisierung sagen in der Ukraine.

00:26:11: ganz kurz Ja, die Ukraine ist ein Land wo alles wird debattiert diskutiert und kritisiert.

00:26:18: Also auch während des Krieges wird eine Decolonisierungsstrategie in der Ukraine erarbeitet Und es ist wirklich eine heiße Debatte.

00:26:27: Ich gebe zum Beispiel Michael Bulgakov.

00:26:30: alle kennen seinen Werk Meister und Margarita.

00:26:34: Er war Ukrainer Aber auf Russisch hat vieles geschrieben und eigentlich war sehr anti-Ukrainisch.

00:26:42: Und jetzt wird sehr stark diskutiert, ob er gehört zu Ukraine oder nicht?

00:26:49: Wie man damit umgeht.

00:26:51: soll solche Autorinnen auch Weltbekannte zur Ukraine gehören?

00:26:56: Und alle andere Sachen wie Medentmalen Bücher, ich kenne alles das... Ich wollte nur sagen, dass auch während des Krieges solche Debatte sind möglich und irgendwie Menschen haben Energie- und Kapazitäten dafür.

00:27:10: Ich bin fest überzeugt das solche Strategien sollten von Historiker und Experten erarbeitet werden und nicht instrumentalisiert von Politikern.

00:27:19: Das wollte ich ganz kurz erwähnen.

00:27:21: Aber

00:27:22: Entschuldigung dazu.

00:27:23: wir kommen nochmal zu meiner Frage weil du jetzt gerade darüber gesprochen hast.

00:27:27: genau ist es der Gefahr Das, was du jetzt beschrieben hast in während des Krieges passiert.

00:27:35: Diese Prozesse der Kolonialisierung ist auch ein Prozess und kann man nicht sagen ob von heute morgens es ganz kurz wo man so fängt mit nationalistisch zu werden.

00:27:46: das heißt wenn man sagt Diese Historiker, diese Schriftsteller ist es Russe oder Ukraine.

00:27:53: Doch wir müssen eher die ukrainische Namen nehmen.

00:27:57: Wir müssen ukrainischen Autoren und verlehnen russische Sprache

00:28:00: etc.,

00:28:01: etc.

00:28:01: Und das ist ganz klar, wo man schnell nationalistisch wird und da ist aber auch keine Decolonialisierung.

00:28:09: Aber es ist auch normal wegen diesen Prozess geht.

00:28:11: deswegen wollte ich nur einfach sagen dass es erst im Prozess und es ist wirklich zu früh Darüber zu sprechen, aber schön dass diese Prozesse in der Ukraine stattfinden.

00:28:21: Weil wie gesagt das ist ein Prozess.

00:28:23: man muss dadurch erst mal lange weg machen.

00:28:25: Ja ich glaube den Krieg hat einfach diesen Prozess beschleunigt.

00:28:30: es gab schon seit so von dreißig Jahre der Unabhängigkeit Aber eigentlich gab es immer wieder andere Gegenstimme sozusagen.

00:28:40: Aber ja, du hast mir auch eine Brücke zur Sprache Frage gegeben.

00:28:45: Ich glaube wie vielleicht kommen noch?

00:28:47: Deswegen lasse ich das unkommentiert und vielleicht versuche auf deine erste ursprüngliche Frage zu beantworten!

00:28:55: Es ist unglaublich schwer weil ich versuche negative Sachen bei Seite behalten aber nicht... Ja, ich schreibe für die Tat seit im Jahr zwei Tausend Dreizehn also wirklich ein halbes Jahr vor dem Euro Maidan.

00:29:09: Und natürlich habe ich über die Annexion der Krim berichtet, wo ich geboren wurde auf Gewachsen bin und eigentlich wollte in mein ganzes Leben dafür bringen.

00:29:18: Aber wegen der Annexation musste ich diesen Ort verlassen.

00:29:23: Und als Beispiel... Also irgendwie habe ich so ein Renommär da man kann mit mir besprechen und nicht sagen was sie schreiben soll Und ich immer wieder sensible Sachen versuche zu erkämpfen sozusagen in meine Texte.

00:29:42: Ein Beispiel kann ich vielleicht geben, ich wurde vor einem Jahr glaube ich gebeten einen Essay zu schreiben über die Grimm.

00:29:52: wie gesagt das ist mein Ort und ich habe verschiedene Aspekte beschrieben.

00:29:59: jetzt weiß nicht mehr genau aber Eine Formulierung in diesem Text hat der Redakteur sehr gestolpert.

00:30:08: Ich habe geschrieben, dass die Annexion der Krim ist ein Kriegsverbrechen.

00:30:13: Nach internationalem Recht das ist ein Crime of aggression so es ist kein Kriegs Verbrechen in diesen Sinne.

00:30:21: aber wenn ich beschreibe weiter was eigentlich hat passiert oder passiert immer noch mit den Menschen da dass sie werden gefoltert, sie werden deportiert.

00:30:31: Sie werden verschleppt, ihre Identität wird gezwungen verernt.

00:30:37: Das ist alle Aspekte von Kriegsverbrechen und deswegen habe ich das in meinem Essay so formuliert.

00:30:45: Also das war eine ganz lange Debatte aber doch irgendwie habe ich den Wissen mit meinen Worten, dass es ein Kriegsterbrechen ist.

00:30:55: Ich glaube nicht alle haben

00:30:58: Mut

00:30:59: direkt zu sagen, was eigentlich alle sehen und verstehen.

00:31:03: Und diesem Mut braucht die Medien auch.

00:31:07: Danke dir, Tamona!

00:31:08: Du unterrichtest auch in Berlin politische Bildung?

00:31:14: Kannst du konkrete Beispiele bringen, was in der Schule passiert?

00:31:18: Es kann auch sein dass du über Georgien sprichst, über Osteuropa oder die Kolonialisierung Über was alles?

00:31:25: Also, wenn es zum genauer politischen Bildung geht in diese Richtung.

00:31:29: Was kannst du berichten?

00:31:30: Es sind ganz viele Themen, die so beschneiden.

00:31:33: Politische Bildung auch aus der Europa ist ein gutes Beispiel.

00:31:37: sehr oft.

00:31:38: Wenn wir über Medienkompetenzen reden, Medienfreiheit, Meinungsfreiheit kann ich leider aus meiner Heimatland auch schlechte Beispiele bringen und zeigen.

00:31:49: Du hast auch über die Gesetze, neue Gesetzer geredet.

00:31:52: Sehr oft wenn es darum geht Demokratiebildung geht dann habe ich mein eigenes Beispiel dabei.

00:31:59: Ich als georgischer Journalisten und Lehrerin bin ich im Gefahr Wenn ich zu hoch nach Georgien fliege.

00:32:09: also das mache ich trotzdem natürlich aber weil ich hier bezahlt bin, weil ich hier sitze heute zum Beispiel und mit dem Publikum darüber rede.

00:32:20: Ich zum Beispiel bin nicht genauso im Gefahr wie an alle anderen die das Gleiche machen, dass dieselbe machen oder in Georgien auf die Straße gehen durch diese Gesetze.

00:32:29: also genau das war auch das Ziel.

00:32:32: und dann sehe ich, dass meine Schülern und Schülerinnen mit den großen Augen gucken Und natürlich können sie das nicht alles verstehen und nachvollziehen, weil Sie zum Glück auch in diesem demokratischen Land leben.

00:32:47: Und dieses Gefahr ist für Sie nichts spurbar.

00:32:51: Aber dann erzähle und erweitere das Thema in den demokratischen Ländern auch.

00:32:56: Gibt es immer dieses Gefahr durch Narrative, Propaganda?

00:33:00: Dass Demokratie umkippt und man muss immer bewacht und aufpassen.

00:33:04: Und man muss zum Wahlen gehen.

00:33:05: Man muss Folgen die Nachrichten folgen, Welt folgen und forschen usw.

00:33:11: Genau wie gesagt.

00:33:12: also es gibt unglaublich viele Themen wo man was ich denn in meinem Unterricht stundenansprechen kann an hat von Osteuropa auch genauso gute Beispiele.

00:33:23: Wenn wir auch über Bildungssysteme reden, dann habe ich Estland zum Beispiel ein gutes Beispiel und so weiter und sofort.

00:33:31: Danke dir!

00:33:33: Ich wollte auch fragen ob wir die Möglichkeit haben, obwohl wir sind beim Live-Podcast aber ob das Publikum aus der Publikumsfragen kommen genau?

00:33:41: Und würde gesagt vielleicht ich öffne erstmal das Publikum wenn eine oder andere Fragen hat gerne beantworten wer das.

00:33:52: Ein Moment bitte.

00:33:53: Sie bekommen gleich ein Mikro, der her genau... Danke!

00:33:58: Mich würde gerade interessieren wer deinen Auftrag geben ist welche Schularten es sind,

00:34:05: welche Bezirke

00:34:06: es sind und wie du mit den

00:34:09: Lehrern vor Ort in Kontakt kommst.

00:34:12: Dankeschön.

00:34:13: Ich bin aktuell in Eichwalde, in einer Gesamtschule, habe neunte und zehnte Klasse – das macht unglaublich Spaß!

00:34:21: Hier studiert ich Lehramt, politische Bildung und Deutsch.

00:34:24: Nach zwölfjährigen journalistischen Arbeit hatte ich das Gefühl, dass kann ich Lehrerinnen mehr machen und mehr beibringen als Journalisten.

00:34:35: über politische Themen zu reden mit den Jugendlichen ist das bisschen auch herausfordernd, weil sie ganz viel unterwegs mit den sozialen Medien sind.

00:34:45: Genau und ja ich bin seit ein paar Jahren schon in diesem Beruf auch.

00:34:51: Danke Tia!

00:34:53: Noch andere Fragen?

00:34:56: Weil du das gerade angesprochen hast mit dem Jugendlichen also dass die in sozialen Medien sind... Ich war gerade vorher im Talk Prokultur und Politik.

00:35:05: Hast du das Gefühl, du erreichst die wirklich?

00:35:08: Also dass du da so ein Gegengewicht geben kannst gegen die... Das war sie in den sozialen Medien hören.

00:35:17: Genau, dabei hilft mir tatsächlich meine journalistische Hintergrund wenn es um Faktchecken geht oder sowas.

00:35:25: ich kann wirklich sie besser beibringern habe ich das Gefühl mit den Informationsquellen zu arbeiten.

00:35:32: Aber das ist tatsächlich sehr kompliziert, sie aus den Sozialen mit denen rauszuziehen sozusagen und sich mit den anderen Themen zu interessieren.

00:35:43: Trotzdem finde ich es machbar und mit den Eltern- und Erziehungspartnerarbeit geht das besser sozusagen.

00:35:52: aber man merkt schon wenn wir zum Beispiel über Osteuropa reden Sie haben diese Stereotypen, also von sozialen Medien natürlich auch von Elternhaus.

00:36:02: Aber sie sind so sehr beeinflusst von sozialem Medien und von diesen Influencern die aus Osteuropa sehen tatsächlich.

00:36:10: Und ich habe sehr oft die Stereotype im Unterricht über Osteeuropa wenn Sie das erfahren dass ich ausgeorganet bin in OsteEuropa Wogegen ich mich tendieren und mehr erklären soll, genau.

00:36:23: Aber ihr wisst alle wahrscheinlich dass Sozialmedien- und TikTok Generation jetzt gerade nicht so einfach ist mit den über viele Themen tief zu diskutieren weil sie einfach ganz viel Zeit mit dem Handys und mit den Geräten

00:36:37: verbringen.

00:36:39: Danke sehr.

00:36:40: noch andere Fragen bitte schön

00:36:44: Das ist vielleicht nicht euer Thema aber meins ganz wichtig.

00:36:47: Ihr habt einen Blick von außen auf unser Land Und ihr habt mit diesem Blick von außen auch einen Blick auf diese Entwicklung, die wir in diesen letzten zehn Jahren nehmen.

00:36:55: Diesen massiven Rechtsruck der Letzten eines auch für den politischen Parteien und zum Teil mit vorantämen

00:37:01: wird, indem

00:37:01: dieser Rechtssprech normalisiert wird.

00:37:04: Ich würde gerne wissen wie erlegt ihr das?

00:37:07: Danke sehr, möchtet ihr antworten?

00:37:09: Eigentlich das war sehr interessant.

00:37:11: Mir hat dieser Gedanke gekommen als Milach hat über die Verbote gesprochen.

00:37:17: ich habe sofort irgendwie über die.

00:37:24: Wie wurde gesagt, ich habe meine Doktorarbeit über die Qualität der Demokratie während des Krieges.

00:37:30: Also wo liegt diese Grenze zwischen Verbote und Verteidigungsstrategie?

00:37:35: Es ist so ein dünnes Eis.

00:37:38: man muss wirklich das sehr genau anschauen und welche rechtliche Formen zu Verteiligen gibt es?

00:37:46: Und wenn man ganz klar sieht Das ist ein Gefahr für unsere Werte, für unsere Gesellschaft.

00:37:53: Wir müssen das verteidigen obwohl natürlich das kann als Form nicht demokratisch aussehen.

00:37:58: ja die Partei zu verboten.

00:38:00: aber was es für uns wichtiger ist ob wir wirklich wollen in so einer Gesellschaft leben wo Hass wird normalisiert und instrumentalisiert ich glaube nicht.

00:38:12: Müssen wir uns verteidigern?

00:38:13: Ja!

00:38:14: Es wird immer wieder über die Ukraine gesagt dass Frieden muss mit den Stärken verteidigt werden.

00:38:22: Ist er so leider?

00:38:23: Ja, wir wollen das nicht aber wir müssen das machen.

00:38:26: Genau das sehe ich in dieser Parallel zu solchen politischen Akteuren die eigentlich zerstören alles was wurde so stark und hat gebaut.

00:38:38: Was wir wirklich schätzen deswegen... Ja, wir leben leider heutzutage in solcher Welt wo eigentlich unsere Stolpe oder unsere Säule von Stabilität, Gerechtigkeit und Frieden werden immer wieder von unten zerstört.

00:38:56: Wir müssen einfach uns verreinigen und verteidigen.

00:39:00: Es gibt keine andere Strategie, obwohl natürlich wir wollen alle unseren schones Leben genießen und nicht kämpfen.

00:39:08: Ich gebe ein Beispiel vor, als ich der Krim verlassen habe war ich auf die Führung von zwei Jahren.

00:39:14: Jetzt bin ich ja bald um drei Jahre alt.

00:39:18: Also die beste Jahre meines Lebens habe ich im Krieg gebracht in verschiedenen Formen.

00:39:24: Wollte ich das?

00:39:26: Ich will wirklich auch in Clubs gehen, in Berlin.

00:39:30: Ich sage das sehr primitiv und das Leben genießen.

00:39:34: Jetzt kann ich auch nicht im Urlaub fahren weil alle meiner Gedanken sind mit Menschen die leiden.

00:39:42: Wir zahlen diese Preise weil wir wissen wofür wir kämpfen und was wir verteidigen müssen.

00:39:47: Sorry für diese pathetische Worte aber wirklich ich denke jeden Tag darüber.

00:39:52: Danke Nastya, Tamuna hat noch ein Beispiel.

00:39:55: Wollt ihr ergänzen?

00:39:56: Genau

00:39:56: vielleicht auf die Frage nochmal ich war vor paar Tagen mit meiner Klasse in Buchenwald in Gedenkestadt genau und dann haben also am Anfang oder einen Schienen gezeigt wo wir das angeguckt haben mit anderen Klassen aus unterschiedlichen Städten aus Deutschland.

00:40:14: Also es war ein großen Raum Dokumentationsfirm und dann habe ich mitbekommen, dass ein paar Jugendliche gelacht haben und irgendeine unangemessene Kommentare ausgesprochen haben.

00:40:27: Und irgendwie haben die Lehrkräfte, die dabei waren, etwa der das nicht mitbekommt oder da waren sie schon satt und sie haben das ignoriert und ich konnte damit nichts weiter leben und dort bleiben.

00:40:38: Ich bin auch gestanden und dazu gekommen und gesagt jetzt reicht es entweder bleibt ruhig und kontrolliert reiste er zusammen raus.

00:40:46: Das hat ein bisschen was gebracht, aber am Ende des Filmes sind ... Ich habe gesagt jetzt gehen wir zu Euren Lehrkräften und sprechen mir das Thema... Das kann man nicht machen.

00:40:56: also muss wenigstens Respekt zeigen.

00:40:58: und dann haben wir mit den Lehrkräftengeredet usw.

00:41:02: sofort und sie haben sich nicht entschuldigt, aber die Lehrkräfte davor und in ein paar Minuten komme ich meine Schülerinnen zu mir sehr aufgerät und emport.

00:41:11: Und erzählen, dass die Jungs, die gleiche Jungs dieser Jungs haben sie angesprochen, die Mädchen und gesagt haben das.

00:41:19: also ich verderholt das nicht.

00:41:21: aber Sie haben mich bedroht.

00:41:22: sozusagen genau Das war sexistische Aussprache auch und sehr tolle Bedrohung.

00:41:30: Und meine Kollegen waren auch genauso schockiert und haben mich gefragt, was wir jetzt machen.

00:41:37: Meine Schulern waren dabei und sagten, wir gucken nie weg wenn es so etwas passiert.

00:41:43: Ich gehe jetzt und ich berichte das.

00:41:46: Also ich habe mich bedankt dass sie das laut ausgesprochen und diese Mut gefunden haben.

00:41:51: Da habe ich mich gemeldet.

00:41:52: bei der Administration hatte dieser Fall Folge gehabt.

00:41:57: Aber auf jeden Fall, ich habe gespürt zum ersten Mal dass wir vielleicht doch in diesem Gesellschaft wohnten wo auch aus meinem Hintergrund also aus meinen Aussprachen also diskriminiert bin und ich habe tatsächlich Angst bekommen das es so bleibt.

00:42:15: aber dann ich versuche alles so optimistisch zu betrachten und das ist ganz logisch, weil meine Schule, also meine Midschule, meine Klasse hat diese Mut gefunden und sie haben das auch darauf auch ganz doll reagiert.

00:42:31: Und da hat mir Optimismus gegeben dass in dieser Generation auch Centerklasse sind natürlich die das ein bisschen alles anders sehen und die anderen, die darauf reagieren.

00:42:43: Danke!

00:42:45: Nur kurze Ergänzung, dass ja vielleicht jetzt ist der Moment soziale Medien auch dafür zu nutzen.

00:42:53: Formate dazu finden, wie man junge Leute anspricht.

00:42:56: Zugängliche Formate die nicht vereinfachen aber die zeigen okay Enttäuschung in bestimmten Sachen oder eine alte Regierung kann jetzt nicht dazu führen dass man plötzlich AfD auf einmal wählt.

00:43:09: deswegen ich glaube soziale Medien können auch eine gute Rolle spielen wenn sie richtig gesteuert sind.

00:43:16: Danke wir haben ganz kurze Zeit aber vielleicht Sagt ihr noch ganz kurz dazu ich habe auch in anmoderation im programm bei tatslab geschrieben.

00:43:28: Zugas sind drei freundinnen und kaffe sowieso haben wir springen später genau aber da sind drei Freunden vielleicht ganz bleibt seid ja noch Freundinnen und sagt ihr genau das hintergrund wenn nicht richtig.

00:43:44: also ich erinnere mich also ich kenn euch schon lange und Alle waren zusammen Journalistin vor Jahren hierher und da in einem Podcast habe ich noch ein Format, wo ich immer am Ende stelle die Frage was kommt demnächst bzw.

00:44:02: Was steht auf meinem Kalender im Mai?

00:44:04: Es kann auch privat sein beruflich oder was ja drei Freundinnen macht.

00:44:09: ganz kurz vielleicht ihr sagt das darüber.

00:44:12: Also deine erste Frage war, ob wir noch Freundinnen sind.

00:44:15: Was Spaß!

00:44:16: Ja sogar sehr gute Unendel und eine Stutzneinander.

00:44:21: Ich habe persönlich vor Ende Mai nach Polen und Litauen zu fahren.

00:44:28: Den Anlass ist eher professionell als Urlaub.

00:44:32: ja ich werde nochmal die Sicherheitslage in diesen Regionen überprüfen, ich war vor einem Jahr und wurde gerne jetzt noch einmal vor Ort wissen was wurde geändert oder was wurde verbessert.

00:44:48: Ja, ich sage das.

00:44:50: Unsere Freundschaft ist zwölf.

00:44:53: angefangen damals war das Konzept von östlicher Partnerschaft der EU ganz frisch und wir sehen wohin das jetzt geht dass es weitere weitere Schritte gibt.

00:45:03: und ja Mitte Mai fahre ich nach Jerevan zusammen mit einem N-Ost Projekt das Ceasing Synergies heißt wo wie versuchen vier Redaktionen aus Vierländer Armenien Moldau Ukraine und Georgien zusammenzubringen, damit sie ihre Auslandsberichterstattung verbessern.

00:45:22: Deswegen ja es wird regional

00:45:25: und

00:45:26: ganz

00:45:26: vernetzt.".

00:45:28: Genau meine Pläne sind jetzt mit den Schulern verbunden also... Prüfungen bestellen und so weiter.

00:45:33: Und sofort Medien, also ich bin immer bereit deutsche Medien zu helfen und anderes rum.

00:45:39: Also diese Mediation zu haben zwischen Georgischen und deutschen Medien und privat.

00:45:45: Also erst mal möchte ich heute denn diese Veranstaltung genießen.

00:45:48: Ich habe das Programm von mir und es sind so viele schon im Podiumsdiskussion aktuelle Themen.

00:45:53: Ich freue mich ganz doll drauf.

00:45:55: und dann im Mai schon das Wetter in Berlin einfach in diesem Bunderborn Wenn es das

00:46:00: heißt, hier Leute, sonst Freundschaft geht's verloren.

00:46:03: Wir müssen gemeinsam was machen!

00:46:05: Ich auch mit!

00:46:06: Ja, wir trinken Kaffee dann...

00:46:07: Und zu unserem Zuschauern kurze Feedback dass diese Formate unterstützt.

00:46:15: also mit diesem Format unterstützt die Tatspantastiftung Journalisten vor Ort.

00:46:21: Journalisten hier, Journalist im Exil und wir freuen uns auf jede Spende.

00:46:26: Die Tatspantisch-Stiftung startet ein neues großes Projekt, die Kolonialisierung Ost.

00:46:34: Wir haben neue Partnerinnen und Partnerorganisationen aus postsovietischen Ländern.

00:46:41: Wir werden jetzt mit ganz groß mit Fotografien und Fotografen Künstlerinnen und Künstlern und Journalisten vor Ort arbeiten und nochmal innerhalb zwei Jahren dieses Projekt auf die Beine stehlen.

00:46:59: Wenn Asils gut läuft, erwartet uns auch eine riesige Ausstellung in Berlin.

00:47:04: Dazu brauchen wir eure Unterstützung!

00:47:06: Wir nehmen auch Cash wenn es um Osteuropa geht.

00:47:11: Ich bedanke mich ganz herzlich dass ihr da seid, dass sie hier waren und ich bedanque auch bei meine Gäste.

00:47:20: Hier war Mila Corelletiano, Alex alle Anastasia Rodi und Tamuna Iluridze.

00:47:27: Danke dir!

00:47:28: Vielen

00:47:28: Dank!

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