Unser Fenster nach Belarus: über Gefängnis, Repression und Hoffnung
Transkript anzeigen
00:00:11: Heute ist der einunddreißigste Mai, der letzte Tag des Monats und das bedeutet dass wir im Podcast Freiräde der Tatspannter Stiftung sprechen.
00:00:21: Wir blicken dorthin wo der Zugang zu Informationen immer schwieriger wird.
00:00:25: Heute öffnen wir das Fenster nach Belarus.
00:00:29: Mein Name ist Tigram Petrosian und ich leite die Osteuropa Projekte der Tatzpannterschriftung.
00:00:36: Mein Gast ist Friedensnobelpreisträger Alice Beljadski Belarusischer Menschenrechtler und Regime-Kritiker, ein Mensch der trotz Gefängnis und Repression nie aufgehört hat für Freiheit und Menschenrechte einzustellen.
00:00:50: Belatsky grundete die Menschenrechtsorganisation Wersna und kämpf seit Jahrzehnten für politische Gefangene und demokratische Rechte im Belarus.
00:01:01: In diesem Podcast spricht alles Belatski über die Wirkung der EU-Sanktionen gegen Belarus über den Einfluss des Kremels auf sein Land und über die Rolle der belarossischen Opposition im Exil.
00:01:14: Er erzählt von der Grausamkeiten des Gefängnissystems, aber auch mit überraschendem Humor von absurden Momenten hinter Gittern.
00:01:24: Und er erzählt warum Belarus für ihn trotz allem Hoffnung bleibt.
00:01:30: Vom acht bis zehn Mai war Allesbilatsky zu Gast beim internationalen Journalismus fest in Innsbruck.
00:01:37: Die Tatspanta-Stiftung und die erste Stiftung in Wien ermöglichten die Podiumdiskussion mit dem Noblespreisträgern.
00:01:46: Gemeinsam mit Biladski war auch die belarossische Journalistin Aleksandrina Glagoleva in Innsbruck, sie drehte den Dokumentarfilm «Biladsky unbroken», der den langen Kampf von Biladsky für Menschenrechte erzählt.
00:02:01: Auch die Tatspanterstiftung unterstützt die Filmproduktion finanziell.
00:02:06: Im Anschluss an die Diskussion wurde der Film in Innsbruck gezeigt und zum ersten Mal sah Allesbilatski gemeinsam mit dem Publikum.
00:02:15: Für diesen Podcast haben wir die Podium-Diskussion gekürzt und konzentrieren uns auf das Gespräch mit Allesbilatsky, einige Fragen aus dem Pubrikum haben wir ebenfalls aufgenommen – direkt vom Journalismus fest!
00:02:32: Alles Belyazki, meine Damen und Herren.
00:02:59: Alles Viktorowitsch, Darupajalwitz.
00:03:01: Herzlich willkommen in Inzbruck!
00:03:12: Herr Belyazzki, bevor ich wir über Politik Belarus-, Russland-Europa-Tirol sprechen möchte ich ganz einfach fragen wie geht es Ihnen?
00:03:27: Es
00:03:27: geht mir gut wirklich
00:03:29: gut.
00:03:29: Ich bin
00:03:30: frei und darüber freue mich sehr.
00:03:32: Nach vierenhalb
00:03:33: Jahren Gefängnis kann ich das alles noch immer nicht ganz begreifen.
00:03:37: Jeder Tag in Freiheit fühlt sich für mich wie ein großes Geschenk an.
00:03:42: Herr Bielerski, wenn Sie heute auf Belarus schauen was fühlen sie zuerst?
00:03:49: Wut, Trauer, Hoffnung... Wenn man heute in Europa über Belarus spricht dann oft nur im Schaden Russlands oder des Krieges gegen die Ukraine.
00:04:09: Ja dieses Gefühl gibt es tatsächlich.
00:04:11: Wir verstehen, dass jede neue Krise die Aufmerksamkeit der Menschen weiter verschiebt.
00:04:40: Auch ich wurde zusammen mit vielen Aktivistinnen und Aktivisten inhaftiert.
00:04:45: Dann bekann der Krieg Russlands gegen die Ukraine, und unsere Probleme rückten
00:04:49: in den
00:04:49: Hintergrund.".
00:04:51: Und heute sehen wir schon die nächste Krise,
00:04:53: etwa
00:04:53: im Iran.
00:04:54: Jede neue Katastrophe lenkt die Aufmerksamkeit weiter weg von Belarus
00:04:58: – aber
00:04:59: die Probleme in Belarus sind nicht gelöst.
00:05:02: Ja,
00:05:03: inzwischen werden politische Gefangene freigelassen.
00:05:06: Aber gleichzeitig generieren Presionen weiter.
00:05:09: Fast
00:05:09: täglich neue Verhaftungen und neue Festnahmen, neue Gewalt.
00:05:14: Die Situation wird nicht wirklich
00:05:15: besser.".
00:05:18: Seit fast fünf Monaten bin ich nun frei und eine meiner wichtigsten Aufgaben ist es, die Menschen daran zu erinnern.
00:05:25: Die
00:05:25: Probleme in Belarus bestehen weiter.
00:05:28: Und
00:05:28: diese Probleme betreffen nicht nur Belarus –
00:05:31: sie betrefen
00:05:32: die gesamte Region Osteuropas
00:05:34: und Europa insgesamt.
00:05:39: Danke sehr!
00:05:39: Sie haben schon über Repressionen geredet.
00:05:46: Ich habe sie schon damals, als Sie rausgekommen sind.
00:05:49: Habe ich für die Tatsinterviert und Sie haben so einen Satz gesagt man bräuchte einen mächtigen Hebel auf den die belarussische Behörden reagieren müssten nämlich Wirtschaftsanktionen.
00:06:01: das war letztendlich das einzige was sie dazu gebracht hat politische Gefangene frei zu lassen.
00:06:08: Sie haben auch genau erwähnt dass während einige freikommen wie sie andere werden neu verhaftet.
00:06:15: Wie kann man diesen Kreislauf durchbrechen?
00:06:23: In Wirklichkeit
00:06:24: ist genau das die zentrale Frage.
00:06:27: Die Belarusischen Behörden wollen die Repressionen nicht beenden, weil sie auf diese Weise die Gesellschaft kontrollieren
00:06:34: können.
00:06:34: Belarus ist nicht mehr das Land von vor dreißig Jahren als Lukashenko an die Macht kam.
00:06:39: Heute kann sich das Regime praktisch nur noch durch Repression in der Macht halten.
00:06:44: Gleichzeitig laufen aber auch Verhandlungen mit die Freilassung weiterer Gruppen politischer Gefangene.
00:06:50: Dass wir freigekommen sind, ist vor allem eine Folge der Sanktionen, die insbesondere von der Europäischen Union verhandelt
00:06:56: wurden.
00:06:57: Die belarussischen Behörden wollen ihn Einfluss auf die Gesellschaft halten Und genau hier setzen die Sanktionen an.
00:07:04: Sie zwingen das Regime, zumindest teilweise dazu politische Gefangene freizulassen.
00:07:11: Für Lukaschenko selbst ist es völlig normal wenn politische Gefangene hintergedritten
00:07:16: sind.
00:07:16: Das
00:07:16: stört ihn nicht
00:07:17: – er spricht
00:07:18: offen davon die Gesellschaft zu «Säubern».
00:07:21: von oppositionellen, kulturschaffenden Journalistinnen und Journalisten.
00:07:25: Und allen die nicht so denken wie die an der Macht.
00:07:28: Das
00:07:29: einzige was ihn heute zu Zugeständnissen bewegt
00:07:32: ist
00:07:32: äußere Druck.
00:07:40: Danke sehr Herr Bielaski.
00:07:42: jetzt sind auch im Exil und genauso wie die vertreten der belarussischen Oppositionen europaweit.
00:07:50: Denken Sie, die belarussische Opposition einig ist?
00:07:54: Oder was kann die Opposition besser machen zum Beispiel Menschen erreichen Widerstand zu leisten mit Partner zu reden?
00:08:06: oder das auch eine übertriebene Frage also wir schätzen die Rolle Belarussischer Opposition
00:08:14: im Exil.
00:08:19: Natürlich bin ich für Belarus, aber man hat uns praktisch ohne Dokumente aus dem Land rausgeschmissen.
00:08:25: Mein Pass wurde annuliert und niemand hat mich gefragt ob ich Belarus überhaupt verlassen möchte.
00:08:31: Im Grunde wurden wir gegen die Aufhebung von Sanktionen auf den Export von Kali-Dünger eingetauscht.
00:08:37: Manchmal frage ich mich deshalb wie viel bin ich wert?
00:08:40: Tausend Tonnen Kali Dünger?
00:08:42: Zehntausend?
00:08:44: Und
00:08:44: trotzdem bin ich heute frei!
00:08:47: Für mich persönlich ist das natürlich etwas Gutes.
00:08:50: Hunderttausende Belarusinnen und Belarusen befinden sich heute in einer ähnlichen Situation, die meist lebenden zwischen den Polen, Litauen oder anderen Ländern der
00:08:59: Jungen.
00:09:00: Aber ich sehe mich nicht wirklich als Teil einer Opposition – denn so wie ich denke, denkt auch die Mehrheit der belarussischen Gesellschaft.
00:09:09: Da
00:09:09: stellt sich eher die Frage
00:09:10: wer
00:09:11: eigentlich die Opposition
00:09:13: ist?
00:09:14: Ich unterscheide mich nicht von den Menschen, die heute noch im Belarus leben.
00:09:19: Wir
00:09:19: wollen im Grunde selber ein freies demokratisches und neutrales Belarus – ein Belarus das Vladimir Putin nicht beim
00:09:26: Krieg gegen die Ukraine unterstützt!
00:09:28: Wir wollen Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und künstlerische Freiheit.
00:09:33: All das gibt es heute in Belarus nicht
00:09:36: mehr.".
00:09:37: Deshalb
00:09:37: fühle ich mich auch nicht betrogen dadurch, dass man mich aus Belarus rausgebrochen
00:09:41: hat.
00:09:42: Ja das ist passiert aber Belarus selbst ist heute ein einziges großes Gefängnis.
00:09:48: Gesellschaftliches Engagement ist dort kaum noch möglich.
00:09:51: Menschen werden wegen Kommentaren im Internet verhaftet.
00:09:55: In solchen Leuten saß ich im Gefängnis.
00:09:57: Manchmal
00:09:57: reicht schon ein Like und ein Beitrag Ein Herzchen Und dafür bekommen Menschen dann einen Jahr Haft
00:10:03: oder zwei.
00:10:05: Und deshalb tragen diejenigen, die das Land verlassen mussten jetzt eine große Verantwortung.
00:10:10: Wir bewahren das Potenzial eines demokratischen
00:10:13: Bildungs – wir sprechen
00:10:15: über die Probleme unseres Landes!
00:10:18: Gleichzeitig können Informationen Belarus weiterhin erreichen.
00:10:21: Es gibt soziale Netzwerke, YouTube-Kanäle, Telegram Kanäle und andere wiege Informationen zu verbreiten.
00:10:29: Der Einfluss der demokratischen Kräfte im Exil auf.
00:10:31: die Belarusische
00:10:32: Gesellschaft
00:10:33: ist deshalb heute groß.
00:10:35: Das ist nicht vergleichbar mit der Sowjetzeit als der eiserne Vorhang fast jede Verbindung zwischen Europa und der sowjetunion abgeschnitten
00:10:43: hat.
00:10:43: Diese Mauer existiert heute so nicht mehr!
00:10:47: Deshalb glaube ich, dass sich heute sehr viel dafür tun kann damit Belarus irgendwann ein freies und demokratisches Land
00:10:53: wird.
00:10:53: Und genau damit habe ich bereits begonnen nachdem mich langsam von der Zeit im Gefängnis erholt
00:11:05: haben.".
00:11:06: Was
00:11:23: die belarussische Opposition und die Menschen im Exil betrifft, so haben wir heute durchaus politische Handlungsfähigkeit.
00:11:29: Es
00:11:29: gibt Svetlana Tchaanowskaya für die Millionen Menschen gestimmt haben
00:11:33: – und
00:11:34: das war reale Unterstützung!
00:11:37: Ich saß in Gefängnis auch mit einfachen älteren Menschen zusammen, die eher zuverdigt
00:11:41: dort gelandet
00:11:41: waren.".
00:11:42: Wenn ich sie fragte, wie Sie gewählt hatten, sagten sie oft.
00:11:46: Wir
00:11:46: haben für diese junge Frau gestimmt – nicht mehr für diesen alten
00:11:49: Mann der
00:11:49: seit dreißig Jahren an der Macht
00:11:51: ist!
00:11:52: Sie erinnern sich manchmal nicht mal mehr in Ihren Namen aber sie meinten Tchaunochskaya.
00:11:57: Das zeigt, wie groß die Unterstützung für sie tatsächlich war.
00:12:01: Gleichzeitig mussten fast alle unabhängigen Journalisteninnen und Journalisten Belarus verlassen.
00:12:06: Mehr
00:12:06: als Dreißig sitzen bis heute im Gefängnis ebenso Blogger.
00:12:14: natürlich hängt unsere Arbeit heute stark von internationaler Solidarität
00:12:17: an.
00:12:19: Im Gefängnis konnten wir diese Solidarität kaum spüren, weil wir völlig isoliert
00:12:23: waren.".
00:12:23: Vier Wände, ein Bett das tagsüber weggeklappt wurde fast keine Informationen.
00:12:29: Aber nach meiner Freilassung habe ich gesehen wie groß die Solidarität mit politischen Gefangenen und der demokratischen Gesellschaft in Belarus tatsächlich ist
00:12:38: Und
00:12:38: wir brauchen diese Unterstützung.
00:12:40: Ohne internationale Hilfe wird es schwer sein um die Situation im Belarus zu verändern.
00:12:45: Natürlich
00:12:45: müssen die Belarusien selbst ihre Landwirte
00:12:47: ändern, aber
00:12:48: wir brauchen die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft vor allem Europas.
00:12:53: Denn Belarus ist ein Teil Europas und von der Zukunft von Belarus hängt letztlich auch die Stabilität
00:12:59: Europas ab.
00:13:06: Aber genauso wussten Sie nicht dass sie den Nobelpreis bekommen haben weil sie im Gefängnis waren?
00:13:12: Vielleicht erzählen Sie wie haben das erfahren?
00:13:20: Doch, davon habe ich tatsächlich ziemlich schnell erfahren.
00:13:22: Schon am ersten Tag!
00:13:24: Wir
00:13:24: waren im Gefängnis zwar völlig isoliert aber man brachte uns regelmäßig aus der Zelle zur Einsicht in die Ermittlungsakku und eines Tages lief ich gerade durch den Gefängniskorridor als mir ein Freund, der ebenfalls entaktiert war, zu rief – Alles!
00:13:38: Ich glaube du hast den Nobelpreis bekommen?
00:13:40: Ich antwortete nur ach hör auf das kann nicht sein.
00:13:43: und ging weiter.
00:13:45: Nicht eine Sekunde hielt ich das für möglich.
00:13:48: Wir wissen alle, wie viele beeindruckende Menschen für diesen Preis vorgeschlagen werden.
00:13:52: Doch als ich dann im Raum ankam, sagte mein Anwalt alles.
00:13:56: Meine Kollegen gratulieren mir bereits dazu, dass sich Herr Nobelpreisträger verteidigen.
00:14:00: Da begriff' ich –
00:14:01: es
00:14:01: stimmt wirklich!
00:14:03: Und obwohl ich eigentlich ein Mensch bin der seine Gefühle gut kontrollieren kann Verlor ich in diesem Moment, verlicht die Fassung.
00:14:10: Ich
00:14:10: warf die Unterlagen weg und sagte immer wieder Nein das kann nicht sein!
00:14:14: Das ist unmöglich.
00:14:17: Meine offizielle Benachrichtigung bekam mich allerdings nie.
00:14:20: Keine
00:14:20: Briefe keine Mitteilung nichts wurde durchgelassen
00:14:24: nur
00:14:24: meine Anwaltssprache mit mir darüber.
00:14:26: aber unter den Gefangenen verbreitete sich die Nachricht sehr schnell.
00:14:30: Viele gratulierten mir heimlich.
00:14:32: Ich saß auf einem Flur mit Frauenzellen und die Frauen dort flochten mir sogar ein weiß-rot-weißes Armband, und reichten es mir heimmlich durch den Korridor weiter.
00:14:41: Das einzige offizielle Schreiben das ich erhebte – und in dem tatsächlich stand, dass ich Nobelpreisträger
00:14:46: bin –
00:14:46: kam vom Finanzamt.
00:14:48: Darin hieß es sinngemäß Wir wissen, dass sie den Nobelpreis erhalten haben.
00:14:53: Wann werden Sie darauf ihre Steuern zahlen?
00:14:56: Und mit dem Finanzamt schätzt man im Belarus besser nicht.
00:14:59: Deshalb antworte die ich ganz ernsthaft, ich weiß von nichts.
00:15:03: Niemand habe mich darüber informiert!
00:15:05: Ich hab keine offiziellen Unterlagen gehalten.
00:15:07: also sorry... ...ich hab damit nichts zu
00:15:09: tun!".
00:15:25: Indikator beziehungsweise oder wenigstens im Gefängnis?
00:15:31: Oder nicht.
00:15:39: Zunächst war überhaupt nicht klar, wie die belarrussischen Behörden auf den Nobelpreis reagieren würden.
00:15:44: Es war gut möglich dass man mich gerade deshalb noch länger in Gefängnissen behalten würde Also eine Art besonders wertvolle Geisel sozusagen.
00:15:53: Ich erinnere mich, wie ich mit meinem Freund und Mitangeklagten den Menschenrechtler Valentin im Gefängniskorridor stand und fragte, was wird jetzt passieren?
00:16:02: Und er antwortete trocken,
00:16:03: na
00:16:04: vielleicht erschießen sie uns jetzt.
00:16:06: Das war ein Gefängnismor, aber ganz ironisch war es nicht.
00:16:10: Am Ende wurden uns vierundhalb Jahre unseres Lebens geout
00:16:13: –
00:16:14: harte Jahre!
00:16:15: Jahre, in denen man jeden einzelnen Tag sein eigenes
00:16:17: Ich
00:16:18: und seine Würde verteidigen musste.
00:16:20: Wir
00:16:20: lebten unter unmenschlichen Bedingungen.
00:16:23: Oft war es eisekalt, Schlafverkommen möglich.
00:16:26: Besonders schlimm waren die Strafeisolationszeit, indem man tagelange eingesperrt
00:16:31: wurde.
00:16:33: Vielleicht hat mich der Nobelpreis tatsächlich ein Stück
00:16:35: weit geschützt, aber
00:16:37: ich habe ihn nie als meinen persönlichen Preis verstanden.
00:16:41: Das
00:16:41: ist nicht wie bei einem Schriftsteller oder Dichter, der für einen Buch ausgezeichnet
00:16:45: wird.
00:16:45: Dieser
00:16:46: Preis gehört all den Menschen, die im Belarus-Demokratische Veränderungen
00:16:50: gefordert haben
00:16:51: und die meisten von ihnen leben noch immer dort.
00:16:55: Und weil der Preis damals zugleich noch an eine russische richtete er die Aufmerksamkeit der Welt auf ganz Osteuropa.
00:17:05: Denn man kann die Probleme der Ukraine, von Belarus oder Moldau heute nicht mehr voneinander trennen – das ist eine gemeinsame Region!
00:17:13: Wenn wir wollen, dass der Krieg gegen die Ukraine endet
00:17:16: und die
00:17:16: Ukraine eine europäische Zukunft hat dann müssen wir auch über Belarus
00:17:20: sprechen.
00:17:22: Belarus ist heute potentiell gefährlich für ganz Osteuropa
00:17:26: und
00:17:26: inzwischen für Europa insgesamt.
00:17:29: Russland hat dort Atomwaffen stationiert.
00:17:32: Putin
00:17:32: hat Raketen nach Belarus gebracht, die auch Europa erreichen
00:17:35: können.
00:17:36: Deshalb ist das was Heute im Belarus geschieht nicht nur unser
00:17:43: Problem Es ist auch ein Problem Europas.
00:17:48: Sie haben gesagt, Herr Bielasky, der Frühling kommt.
00:17:52: Der Frühling wird kommen!
00:17:57: Ist der Frühlings da?
00:17:59: Wann kommt der Frühing?
00:18:01: Wollen sie nochmal den Kontext sagen – was haben sie gemeint wenn sie sagen, dass der Frühting kommt?
00:18:14: Das Menschenrechtszentrum Viasna wurde am sechsten, zwanzigsten April, neunzehntsechsundneinzig gegründet.
00:18:20: Am
00:18:20: Jahrestag der Katastrophe von Chernobyl.
00:18:23: Damals gab es in Minsk eine große Demonstration.
00:18:26: Zum ersten Mal ließ Lukaschenko diese Proteste mit Gewalt niederschlagen.
00:18:30: Hunderte Menschen wurden festgenommen!
00:18:33: Daraufhin gründeten wir eine Initiative zur Unterstützung politischer Gefangene und Inhaftierter.
00:18:38: So entstand vor fast dreißig Jahren Viasna auf Deutsch
00:18:42: Frühling.
00:18:44: Inzwischen haben wir das Dreißigjährige bestehen in unserer Organisation gefeiert, drei Jahrzehnte lang haben wir versucht diesen Frühling herbeizufügen
00:18:51: –
00:18:51: und ich bin überzeugt dieser Frühling wird kommen daran zweifelig
00:18:55: nicht!
00:18:57: Denn in all diesen Jahren haben wir gesehen, wie sehr sich die belarussische Gesellschaft verändert hat.
00:19:02: Zum Besseren!
00:19:04: Die Macht hat sich nicht verändert,
00:19:06: sie ist brutaler
00:19:07: konservativer und repressiver geworden
00:19:10: aber
00:19:10: die Gesellschaft, die hat sich verändert.
00:19:13: Deshalb glaube ich dass Belarus eine gute Zukunft haben
00:19:16: kann.
00:19:19: Wir in der Tatspanta-Stiftung versuchen wenigstens Journalistinnen kritisch Denkerinnen und Denker vor Ort zu unterstützen, dafür haben wir ein Projekt ins Leben gerufen.
00:19:33: Heißt Krieg und Frieden – Ein Tagebuch sofort nach dem Krieg in der Ukraine-Zweitausendzehnundzwanzig wo Journalistinnen und Journalisten schreiben über ihre Familie, über persönliche Leben aber auch über die Gesellschaft und was diese Krieg mit ihnen macht.
00:19:51: Und heute ist neunte Mai Und gerade heute lohnt es sich vielleicht besonders, diese Perspektive zu lesen.
00:20:00: Die Belarusische Journalistin Xenia Lutskina die selbst lange Zeit im Gefängnis war und heute in Berlin lebt hat dazu einen Text geschrieben.
00:20:10: Man kann ihn heute in der tats.de lesen.
00:20:14: Ich will nur eine Passage zitieren Im heutigen russischen Diskurs ist diese Datum faktisch zu einem Symbol für ein Recht auf den Sieg geworden, wobei die Erinnerung an dem Zweiten Weltkrieg als nationales Monopol dargestellt wird.
00:20:41: Wenn der neunte Mai ausschließlich als sieges Feiertag wahrgenommen wird geht die wichtigste Lehre des Krieges verloren nämlich seine Unzulässigkeit.
00:20:52: Die festliche Rhetorik überschatet die Tragödie.
00:20:58: Das
00:21:09: ist
00:21:10: für mich eine sehr persönliche Geschichte.
00:21:12: Der Krieg hat meine Familie direkt betroffen, sowohl auf der Seite meines Vaters als auch auf der meiner Mutter.
00:21:19: Es geht also nicht um Geschichte sondern um Erinnerungen meiner eigenen
00:21:23: Familie.".
00:21:25: Meine Mutter erzählte mir oft von Krieg, ihr Dorf wurde niedergebrannt und ihre Familie konnte nur überleben weil sie rechtzeitig in den Wald flüchtete.
00:21:34: Sie war damals erst fünf Jahre alt und erinnerte sich dennoch ihr Leben lang daran.
00:21:40: Deshalb war der neunte Mai für uns immer etwas sehr persönliches und familiäres nicht einfach nur ein offizieller Feiertag.
00:21:47: aber gleichzeitig stimme Xenia zu.
00:21:50: Problematisch wird es dann, wenn die Erinnerung an den Sieg im Zweiten Weltkrieg benutzt wird um neue Kriege und Aggressionen zu rechtfertigen.
00:21:58: Und genau das tut heute Vladimir Putin – er versucht den Krieg gegen die Ukraine mit der Vergangenheit zu legitimieren.
00:22:05: doch
00:22:05: dieser Sieg gehört nicht ihm!
00:22:07: Es ist nicht seine persönliche historische Leistung.
00:22:10: Im
00:22:10: paradoxer Weise steht das, was das heutige russische Regime tut mit seiner Aggression, seiner Gewalt und seiner Menschenverachtung
00:22:18: im
00:22:18: völligen Widerspruch zu der Friedensordnung die nach fünfundvierzig entstehen sollte.
00:22:29: Also es lohnt sich den Text zu lesen und Xenia Luzkina schreibt auch über die Bedeutung von Achtemai.
00:22:37: Also achte mal eigentlich als Takt der Befreiung von Nationalsozialismus und es ist kein offizieller Feiertag in Osterreich oder in Deutschland, in einigen Bundesländern ist Feiertage also offizielle.
00:22:52: Meine Frage ist hat Europa dem achten Mal eigentlich genug Bedeutung gegeben damit wir aus den post-Sovetischen Ländern unter anderem ich?
00:23:12: Ich glaube, Europa hat nach dem Zweiten Weltkrieg wichtige Lehren gezogen.
00:23:16: Lehren die autoritäre Regime bei Russland oder Belarus leider nie gezogen haben.
00:23:22: Trotz aller Krisen Konflikte und Widersprüche bleibt Europa für viele von uns ein Bild der Zukunft Ein Raum, zu dem auch Belarus eines Tages gehören könnte.
00:23:32: Denn Europa steht für Werte wie Humanismus, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Gerechtigkeit.
00:23:39: All das existiert in Belarus heute praktisch nicht mehr.
00:23:42: Deshalb können wir im Moment nur versuchen uns diesen Werten anzunähern
00:23:47: von
00:23:47: ihnen zu lernen und weiterzugehen.
00:23:51: Natürlich sehen wir gleichzeitig dass sich die Welt verändert.
00:23:54: Das internationale Recht und die Menschenrechte geraten zunehmend unter Druck.
00:23:58: Sie stehen oft nicht mehr im Mittelpunkt, stattdessen sprechen wieder alle über Aufrüstung,
00:24:03: Krieg
00:24:03: und neue Bedrohungen.
00:24:06: Für Menschenrechtlerinnen und Menschenrechtlern – und überhaupt für alle Menschen, die in einer gerechten und freien Gesellschaft leben wollen -, ist das eine enorme Herausforderung.
00:24:18: Danke sehr!
00:24:20: Ich würde jetzt mal das Publikum öffnen.
00:24:24: Ich frage einfach mal, gab es Situationen für Sie im Gefängnis wo sie ihre Hoffnung verloren haben und die Kraft sie verlassen hat?
00:24:32: Dass sie gedacht haben da schaffen wir nicht mehr hier durch zu halten.
00:24:37: Was hat Ihnen geholfen immer wieder Hoffnungen zu bekommen
00:24:45: wenn sie abgeschnitten waren von sämtlichen Nachrichten?
00:24:48: Eigentlich war ich schon ein erfahrener Gefangener.
00:24:51: Ich war nicht zum ersten Mal ein
00:24:52: Gefängnis.
00:24:53: Bereits von Jahrzehnteilf bis Zehnzehnten war ich inhaftiert, ebenfalls aus politischen Gründen wegen meiner Menschenrechtsarbeit.
00:25:01: Damals war die Situation allerdings anders.
00:25:04: Informationen erreichten uns im Gefängnis
00:25:06: noch, ich
00:25:07: bekam ständig Briefe und Telegramme eine enorme moralische Unterstützung.
00:25:32: Aber diesmal war alles anders, wir waren vollständig isoliert.
00:25:36: Im vergangenen Jahr erhielt ich nur einen einzigen Brief von meiner Frau
00:25:40: – sonst nichts!
00:25:42: Und trotzdem wusste ich dass diese Solidarität
00:25:44: existiert.
00:25:46: Ich dachte mir wenn Menschenrechtler im Gefängnis sitzen Dann zeigt das nur umso deutlicher, wie die Menschenrechtslage im Land wirklich aussieht.
00:25:54: Wir wurden zu einer Art Lackmustest für Belarus und in gewisser Weise setzten wir unsere Arbeit sogar am Gefängnis
00:26:00: fort.
00:26:01: Allein aus meiner Organisation Wiasna wurden in diesen fünf Jahren acht Menschen in Naftier.
00:26:07: Deshalb
00:26:07: blieb ich innerlich ruhig!
00:26:09: Ich hatte keine Momente völliger Hoffnungslosigkeit.
00:26:13: Es
00:26:13: gab eigentlich keine Tage oder keine Stunden,
00:26:16: in denen
00:26:16: ich verzweifelt gewesen wäre oder gedacht hätte Warum tue ich mir das an?
00:26:20: Warum habe ich diesen Weg
00:26:21: gewählt?".
00:26:22: Solche Gedanken hatte ich
00:26:23: nie.
00:26:24: Ich wusste
00:26:24: immer, dass muss man durchstehen.
00:26:27: Natürlich sind zehn Jahre Haft eine unvorstellbar lange Zeit!
00:26:31: Wenn man ein solches Urteil hört, versteht man plötzlich wie langsam Zeit vergehen
00:26:35: kann.
00:26:36: Denn im Gefängnis steht das Leben still.
00:26:39: Draußen
00:26:39: geht das Leben weiter nur ohne
00:26:41: dich.".
00:26:42: Und natürlich schaut man manchmal mit Wehmut nach draußen und denkt, dort draußen passiert das wirkliche Leben, wenn du hier eingesperrt bist und die Zeit einfach vorbeiziehen.
00:26:51: Aber
00:26:51: gleichzeitig wusste ich – Das ist nun mal unsere Aufgabe!
00:26:55: Unsere Rolle!
00:26:56: Wir
00:26:56: mussten standhalten.
00:26:58: Wir durften nicht um Begnadigungen
00:26:59: bitten.
00:27:00: Wir dürften keine falschen Schuldbekenntnisse ablegen.
00:27:03: Und am
00:27:03: Ende
00:27:04: kamen wir frei.
00:27:06: Doch
00:27:06: das war nur möglich dank der internationalen Solidarität.
00:27:12: Gerade
00:27:13: die Verhandlungen mit den US-amerikanischen Diplomaten haben die belerussischen Behörden dazu gebracht, politische Gefangene freizulassen.
00:27:21: Heute sitzen im Belarus noch immer etwa tausend politische Gefangene in Haft aber wir hoffen dass durch weitere Verhandlungen nach und nach immer mehr Menschen frei kommen werden.
00:27:45: Ich hätte gerne fragen Sie was die Zustände betrifft, denn über Belarusische Gefängnisse glaube ich ist bei uns gar nichts bekannt.
00:27:55: Wir haben Vorstellungen davon was in Russland passiert.
00:28:00: über vor ihnen war gerade Maria Alyochina oder die Gefängnisaft von Navalny aber über Belarus weiß ich beispielsweise überhaupt nicht.
00:28:12: also Wie schaut das aus?
00:28:13: Gibt es auch diese Arbeitsverpflichtung oder Arbeitslager?
00:28:18: Und ich meine, Belarus ist tatsächlich so groß wie Österreich.
00:28:20: Russland hat natürlich ganz Sibirien wo man Leute unter Verschluss halten kann
00:28:25: aber
00:28:26: Belarus ist wesentlich kleiner.
00:28:28: Vielleicht können Sie was dazu sagen über den Alltag im belarussischen Gefängnis?
00:28:33: Natürlich nur wenn sie darüber sprechen wollen.
00:28:41: Das belarussische Gefängnissystem, genauso wie das russische hat seine Wurzeln im sowjetischen Strafsystem und letztlich noch in der stalinistischen Lagerlogik.
00:28:50: Arbeit ist dort verpflichtend!
00:28:52: Man lebt nicht einfach an einer Zelle sondern in einer Art Strafkulonie.
00:28:56: Die gefangenen Schlafen in großen Barakten mit fünfzig bis hundert Menschen.
00:29:00: In dem Raum, aus dem ich schließlich entlassen wurde, lebten zuletzt vierunddreißig Personen.
00:29:06: Man muss arbeiten, wer sich weigert, riskiert zusätzliche Strafen
00:29:09: –
00:29:09: sogar weitere Jahre Haft!
00:29:11: Ich erarbeitete in einer Holzwerkstatt.
00:29:14: Dort stand eine alte Maschine aus München, Baujahr neunzehntsechstenfünfzig.
00:29:18: Sie war so laut wie ein Düsengerückzeug.
00:29:21: Dort wurden Bretter, Leisten und Holzbalken verarbeitet.
00:29:25: Da ich eigentlich Philologe bin, durfte ich die Maschinen nicht
00:29:28: bedienen.".
00:29:29: Ich war Hilfsarbeiter,
00:29:30: trug
00:29:30: Bretter hin und
00:29:31: her.
00:29:32: Das
00:29:32: gesamte System ist extrem streng und kontrollierend!
00:29:36: Man darf sich praktisch nie allein bewegen
00:29:38: – überall
00:29:39: hängen Kameras, man muss ständig in Reihe laufen, dieselbe Kleidung tragen und jede kleinste Vorschrift genau befolgen.
00:29:46: Schon Kleinigkeiten werden bestraft.
00:29:48: Wenn man etwa einen Mitarbeiter der Gefängnisverwaltung nicht grüßt kann das Konsequenz
00:29:52: ihn
00:29:52: haben.".
00:29:53: Während meiner zweieinhalb Jahre in der Strafkolonie wurde ich dreiundzwanzigmal bestraft.
00:29:59: Offiziell galt ich als
00:30:00: böswilliger
00:30:01: Regelverletzter,
00:30:03: doch
00:30:03: das betraf praktisch alle politischen
00:30:05: Fangenen.
00:30:06: Wir wurden gezielt unter Druck gesetzt.
00:30:08: Man entzug uns Pakete verweigerte uns Telefonate oder Besuche.
00:30:13: Viele
00:30:14: landeten in Strafisolationszellen oder in sogenannten geschlossenen Hafträumen innerhalb des Gefängnisses.
00:30:20: Ich selbst verbrachte dort ein halbes Jahr, man sitzt dort praktisch wie in einer Toilette
00:30:25: –
00:30:26: fünf Quadratmeter Raum zusammen mit einem weiteren Gefangene.
00:30:30: Nachts werden die Betten heruntergeklappt und tagsüber bleibt fast nichts außer Betonbett.
00:30:35: Es
00:30:35: ist kalt, das Essen besteht meist nur aus Breiunzucke.
00:30:39: Im vergangenen Jahr habe ich genau einen einzigen
00:30:42: Apfel wiegen.
00:30:44: Frisches Essen oder Vitamine gibt es praktisch
00:30:46: nicht und wenn
00:30:48: man keine Pakete bekommt, was bei politischen Gefangenen fast immer der Fall
00:30:51: ist,
00:30:52: lebt man ausschließlich von dem, was das Gefängnis ausgibt.
00:30:56: Gleichzeitig gab es unter politischen gefangen eine enorme Solidarität.
00:31:00: Wenn jemand ein Paket erhielt, wurde es sofort geteilt.
00:31:04: All das geschah heimlich, weil selbst solche Kontakte bestraft werden.
00:31:09: Das Leben dort ist ein ständiger Kampf ums Überleben.
00:31:13: Dazu kamen zusätzliche Strafen und Verschärfungen der Haftbedingung.
00:31:17: Gefangene
00:31:18: wurden von einer Kolonie in die nächste verlegt oder in noch strengere Gefängnisse gebracht.
00:31:23: Auch
00:31:23: das diente dazu, psychischen Druck
00:31:25: auszuüben.
00:31:26: Die
00:31:27: Belarusischen Gefängnisse sind äußerst brutal!
00:31:31: Deshalb läuft heute auch ein Verfahren gegen Lukaschenko vor dem internationalen Strafgericht zu.
00:31:37: Einer der Vorwürfe betrifft die systematischen Menschenrechtsverletzungen gegenüber Gefangenen.
00:31:43: Unsere Menschenreichtsorganisation Viasna und andere Menschenrechtsgruppen dokumentieren seit Jahren die Zustände in den Gefängnissen,
00:31:50: die
00:31:51: Inhaftierung von Journalistinnen, Aktivisten oder auch Frauen.
00:31:56: Mehr als hundert Frauen sitzen derzeit aus politischen Gründen in Belarus.
00:32:06: Ich habe
00:32:10: mich gefragt, weil Sie viel davon gesprochen haben auch dass Lukaschenko so von Putin abhängig ist und damit ja natürlich ganz Belarus.
00:32:22: hochschätzen sie die Wahrscheinlichkeit ein oder glauben Sie daran, dass selbst wenn Putin noch sehr langer Macht bleibt oder nach ihm vielleicht sogar jemand kommt der das einfach fortführt.
00:32:30: Hier stehen die Chancen, dass Belarus sich auch selbst von Lukashenko oder von so einem Regime befreien kann?
00:32:42: Ja,
00:32:42: daran glaube ich.
00:32:44: Ich denke wir sollten nicht darauf warten dass sich etwas in Kreml verändert.
00:32:48: Entscheidend
00:32:48: ist das sich etwas im Minsk und im Belarus verändert.
00:32:52: Wir sehen doch die Krise die Russland heute erfasst hat auch starken Einfluss auf jene Staaten hat, die lange unter russischem Einfluß
00:32:59: starten.
00:33:01: Schauen
00:33:01: wir nur auf Armenia!
00:33:03: Das Land entfernt sich Schritt für Schritt von Russland.
00:33:06: Am Ende hängt vieles von den Menschen selbst ab.
00:33:09: Sehr viel hängt vom belarussischen Volk ab,
00:33:11: davon
00:33:12: welcher Haltung die Gesellschaft
00:33:13: ein.
00:33:15: Natürlich beeinflusst die geopolitische Lage alles und wir wissen dass diese Krise noch lange dauern
00:33:20: kann
00:33:21: aber leider mehr.
00:33:22: Putin ist nicht mehr fünfzig Jahre alt.
00:33:24: deshalb glaube ich das Belarus gute Zukunftsperspektive
00:33:29: hat.
Neuer Kommentar