Osteuropa: In Georgien schwindet die Freiheit und Journalisten kämpfen um Gehör

Shownotes

„Ich fühle mich in Tbilisi nicht mehr sicher“, sagt Aytan Farhadova. Dabei hatte die aserbaidschanische Journalistin das Land einst absichtlich als ihr Exil gewählt. In ihrem Heimatland werden Journalist*innen verfolgt – und Georgien galt lange als sicherer Hafen für Medienschaffende aus nahen autoritären Ländern wie Aserbaidschan und Zentralasien. Das Land bot vielen Journalist*innen aus ehemaligen Sowjetstaaten, die vor Verfolgung flohen, Zuflucht.
Doch nun schrumpft in Georgien der Raum für freie Meinungsäußerung und damit auch für eine freie Presse. Wenn antidemokratische Strömungen wachsen, ist die Meinungsfreiheit eines ihrer ersten Ziele.
Als diese Folge des Podcasts „Freie Rede“ der taz Panter Stiftung aufgenommen wird, ist es Mitte Oktober. In Tbilisi haben sich Jour­na­lis­t*in­nen aus dem postsowjetischen Raum für den zweiten Osteuropa-Workshop der Stiftung im Jahr 2024 versammelt. Noch wissen die Teilnehmenden nicht, dass in der kurz darauf anstehenden Parlamentswahl der rechte, pro-russische „Georgische Traum“ gewinnen wird. Und doch haben sie eine Vorahnung – und zeichnen ein düsteres Bild der Presse- und Meinungsfreiheit im Land.
Weitere Informationen: taz.de/stiftung/osteuropa

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.