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Geschafft?  - Flucht, Deals, Machtspiele: Migration als geopolitische Waffe

Geschafft? - Flucht, Deals, Machtspiele: Migration als geopolitische Waffe

46m 48s

In dieser zweiten Folge von „Geschafft?" geht es um den Zusammenhang zwischen Flucht und Geopolitik. Sind Migrationsabkommen wie der EU-Türkei-Deal von 2016 eine Einladung zur Erpressung? Wie nutzen Länder geflüchtete Menschen als Waffe gegen andere Länder? Und wie kann sich Europa aus dieser Logik befreien?

Zu Gast sind der aserbaidschanische Investigativjournalist Jasur Mammadov und taz-Redakteur Christian Jakob. Die Moderation übernimmt taz-Volontärin Alice von Lenthe.
Während des sogenannten „Fluchtsommers 2015" erlebte Deutschland innerhalb weniger Monate eine ungewohnt hohe Zuwanderung. Über 1,8 Millionen Menschen migrierten und flohen im Jahr 2015 insgesamt nach Deutschland, viele aus Kriegsgebieten wie Syrien, Afghanistan und dem Irak....

Versöhnung in Syrien: sich als Volk neu kennenlernen

Versöhnung in Syrien: sich als Volk neu kennenlernen

18m 55s

Nach dem Sturz des Diktators al-Assad 2024 steht das neue Syrien vor großen Herausforderungen. Eine davon: Aus einem vielfältigen, aber gespaltenen Land wieder eines werden zu lassen.
In dieser Podcastfolge spricht die taz-Nahost-Redakteurin Lisa Schneider mit Teilnehmerinnen des Projekts „Her Turn – Supporting Female Journalists in Syria“ der taz Panter Stiftung. Die taz Panter Stiftung setzt sich ein für Pressefreiheit weltweit, auch in Syrien. Im Rahmen des Projektes coacht sie seit Frühling 2025 eine Gruppe syrischer Journalistinnen. Sie stammen aus ganz unterschiedlichen Landesteilen, Religionsgruppen und ethnischen Gruppen – und stehen damit auch für die Vielfalt Syriens.
Beim Auftakttreffen in der...

Unser Fenster nach Russland: Junge Generationen in Russland

Unser Fenster nach Russland: Junge Generationen in Russland

22m 38s

Im Mittelpunkt der aktuellen Folge von "Unserem Fenster nach Russland" steht die Situation junger Menschen in Russland. Was geschieht derzeit an Schulen und Universitäten? Welche Rolle spielt staatliche Propaganda im Alltag der Jugend? Gibt es noch oppositionelle Studierendenbewegungen – oder sind sie längst im Untergrund verschwunden? Und welchen Einfluss hat die enge Verbindung zwischen Kirche und Staat auf die junge Generation?

Darüber sprechen wir mit Ekaterina Martynova, Journalistin und Herausgeberin des unabhängigen russischen Mediums DOXA. Trotz massiver Repressionen – darunter Verhaftungen, die Blockierung ihrer Website und die Einstufung als „unerwünschte Organisation“ – setzt DOXA ihre Arbeit fort: im Exil, teils...

Geschafft? - Willkommenskultur 2015: was ist davon übrig?

Geschafft? - Willkommenskultur 2015: was ist davon übrig?

53m 0s

Während des sogenannten „Fluchtsommers 2015“ erlebte Deutschland innerhalb nur weniger Monate eine ungewohnt hohe Zuwanderung. Über 1.8 Millionen Menschen migrierten insgesamt im Jahr 2015 nach Deutschland, viele aus Kriegsgebiete, aus Syrien, Afghanistan und Irak.

In Deutschland zeigten damals viele Menschen eine unglaubliche Hilfsbereitschaft. Der prägendste Satz dieser Zeit war wohl die Aussage der damaligen CDU-Kanzlerin Angela Merkel: „Wir schaffen das!“ Zugleich hat AfD hat über die letzten Jahre stark an Zuspruch in der Bevölkerung gewonnen – vor allem mit dem Thema Migration. Auch die Parteien der Mitte fordern mittlerweile eine strengere Regulierung von Migration.

Darum soll es in den nächsten...

Refugium-Auszeit-Stipendium 2025: Venezuela

Refugium-Auszeit-Stipendium 2025: Venezuela

35m 5s

Journalismus für Menschenrechte macht die venezolanische Journalistin Ronna Rísquez, die 2025 für drei Monate Refugium-Stipendiatin war. In dieser neuen Podcastfolge berichtet Rísquez über ihre Arbeit unter Bedrohung und ihre Auszeit in Berlin. Das Refugium-Stipendium von taz Panter Stiftung und Reporter ohne Grenzen ermöglichte ihr eine Pause, eine sichere Zeit, um sich auf unabhängigen Journalismus zu konzentrieren und um Kraft zu tanken.

Rísquez kämpft seit über 25 Jahren gegen Repression in Venezuela. Ihr Buch Tren de Aragua über organisierte Kriminalität führte zu Drohungen. Medien werden dort kontrolliert, viele Journalist*innen verfolgt. Digitale Medien und kreative Formen des Widerstands sind entscheidend.

Sie setzt...

Unser Fenster nach Belarus: Der Protest ist nicht tot

Unser Fenster nach Belarus: Der Protest ist nicht tot

27m 13s

Im Sommer 2020 wurde Belarus international wegen der Anti-Lukaschenko-Proteste bekannt. Anlass war insbesondere die Präsidentschaftswahl, die am 9. August 2020 endete und international weitgehend als Scheinwahl gilt. Die Massenproteste in Belarus hatten jedoch schon vor der Wahl begonnen. Nach der Wahl wurde die polizeiliche Repression stärker, und es kam zu einer Festnahmewelle.

Fünf Jahre später fragen wir uns, wie Journalist:innen, Ak­ti­vis­t:in­nen und Künst­le­r*in­nen gegen autoritäre Regime in Russland, Belarus und Aserbaidschan sowie im Exil kämpfen. Zu Gast sind Sonya Groysman, eine russische Journalistin im Exil in Barcelona, Leyla Mustafayeva, eine aserbaidschanische Journalistin in Berlin, sowie Mykita, ein belarussischer Aktivist, der...

Exilstimmen: Wie Exil zur Kraftquelle wird (Live-Podcast)

Exilstimmen: Wie Exil zur Kraftquelle wird (Live-Podcast)

88m 24s

Obwohl sie im Exil leben, gestalten Medienschaffende und Aktivist:innen aus Russland, Belarus oder Aserbaidschan weiterhin den öffentlichen Diskurs in ihren Heimatländern. Sie kämpfen gegen Propaganda und stärken die Zivilgesellschaft. Wie gelingt der Kampf von außen?
Am 16. Juli 2025 fand im Deutschen Theater in Berlin eine Podiumsdiskussion rund um die Lage der Exiljournalist:innen und -aktivist:innen statt. Moderiert wurde sie von Gemma Terés Arilla, Leiterin der taz Panter Stiftung, und Tigran Petrosyan, Leiter der Osteuropa-Projekte der taz Panter Stiftung.
Zu Gast waren drei der 16 Journalist:innen und Aktivist:innen, die Mitte Juli in Berlin an dem ersten von vier Workshops rund um...

Frauen, Sport und Journalismus: Anpassen oder eigene Fußballkultur genießen?

Frauen, Sport und Journalismus: Anpassen oder eigene Fußballkultur genießen?

39m 7s

Die Fußballeuropameisterschaft der Frauen zieht nicht mal ansatzweise so viele Menschen ins Stadion wie der Männerfußball. Schade – oder vielleicht doch besser so?
In dieser Folge des Podcasts Freie Rede sprechen wir über Fußballkultur. Es geht um die Frage, ob Gleichstellung wirklich bedeutet, dass alles gleich sein muss – oder ob gerade im Unterschied eine Stärke liegt.
Zu Gast sind die Fußballfans und Sportjournalistinnen Selin Mercan, Nina Gessner und Inga Hoffmann. Im Gespräch mit der Moderatorin Wiebke Howestädt diskutieren sie darüber, welchen Herausforderungen der Frauenfußball ausgesetzt ist und ob Anpassung wirklich immer Fortschritt bedeutet.

Weitere Informationen: https://taz.de/Workshop-der-taz-Panter-Stiftung/!vn6092262/

#sport #frauen #em...

Frauen, Sport und Journalismus: Kotzen, Kacken, Körperkrisen

Frauen, Sport und Journalismus: Kotzen, Kacken, Körperkrisen

27m 17s

Fußball-EM der Frauen, Tour de France, Wimbledon. Aktuell wimmelt es nur so von großen Sportveranstaltungen. Aus diesem Anlass haben sich Nathalia, Josi und Nina gedacht, Fragen an den Sport zu stellen, die sonst keiner stellt.
Wie pinkelt man zum Beispiel vom Rad bei der Tour de France? Wie gehen Leistungssportlerinnen mit ihrer Periode um? Und warum müssen viele Sportler*innen nach harten körperlichen Belastungen kotzen?
Diese und weitere Körperflüssigkeiten behandeln wir in unserer Folge „Kotzen, Kacken, Körperkrisen".
Die Folge ist aus dem Workshop für Sportjournalistinnen entstanden, die die taz Panter Stiftung im Juli 2025 zur EM organisiert hat.

Weitere Informationen: https://taz.de/Workshop-der-taz-Panter-Stiftung/!vn6092262/...

Unser Fenster nach Belarus: Was steckt hinter der Freilassung von 14 politischen Gefangenen?

Unser Fenster nach Belarus: Was steckt hinter der Freilassung von 14 politischen Gefangenen?

19m 20s

Nach dem Besuch einer US-Delegation in Minsk am 21. Juni wurden 14 politische Gefangene, darunter der ehemalige Oppositionsführer Sergej Tichanowski, überraschend freigelassen und aus dem Land gebracht. „Wichtig ist aber zu verstehen, dass diese Menschen nach der Freilassung nicht einfach so ausgereist sind. Sie wurden gewaltsam aus Belarus deportiert und mit Fahrzeugen an die litauische Grenze gebracht. Zumindest ein Teil von ihnen befand sich in diesen Fahrzeugen“, erzählt die belarusische Journalistin Nasta Zakharevich in diesem Podcast.
Warum hat Alexander Lukaschenko einen der bekanntesten Oppositionspolitiker freigelassen? Welche Interessen haben die USA an einer Normalisierung der Beziehungen zum Regime in Belarus? Warum...